In der Nacht zu Freitag flogen im Gelsenkirchener Stadtteil Bulmke-Hüllen die Fäuste. Auch Polizisten wurden angegriffen.
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In der Nacht zu Freitag flogen im Gelsenkirchener Stadtteil Bulmke-Hüllen die Fäuste. Auch Polizisten wurden angegriffen.

Verletzte in Bulmke-Hüllen

Polizei Gelsenkirchen beendet Massenschlägerei - dann werden die Beamten selber zum Angriffsziel

  • Oliver Prause
    vonOliver Prause
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Alle Hände voll zu tun hat die Polizei, um eine Gruppe von Streithähnen in Gelsenkirchen zu trennen. Danach werden die Beamten selber zum Angriffsziel. Das sagt die Behörde zu dem Vorfall.

  • Aufregung zu früher Stunde in Gelsenkirchen
  • Eine Massenschlägerei ruft die Polizei auf den Plan
  • Viele Beteiligte flüchten, einige gehen danach aber auf die Beamten los

Gelsenkirchen - In der Nacht zu Freitag sind mehrere Streifenwagen der Polizei Gelsenkirchen in den Stadtteil Bulmke-Hüllen geeilt. Wie die Behörde berichtet, waren die Beamten gegen 0.50 Uhr wegen einer Massenschlägerei an der Straße "Am Schalker Verein" in Alarmbereitschaft versetzt worden. 

Am Ort des Geschehens eingetroffen, hatte sich die Lage zunächst offenbar beruhigt. Denn als sie die Polizisten anrücken sahen, machten sich die Streithähne sofort aus dem Staub (Genauso wie Tage zuvor bereits ein 76-jähriger Autofahrer, der eine dreiste Unfallflucht in Gelsenkirchen* beging).

Polizei Gelsenkirchen nimmt drei Beteiligte mit auf die Wache

Einen beteiligten 20-Jährigen konnten die Einsatzkräfte - die am Wochenende zu einer Massenschlägerei in Gelsenkirchen-Buer ausrücken mussten - jedoch an der Flucht hindern. Der alkoholisierte Mann, der zuvor bei der handfesten Auseinandersetzung in Gelsenkirchen (hier weitere Artikel aus der Stadt Gelsenkirchen* bei 24VEST.de) leicht verletzt worden war, lehnte eine medizinische Behandlung vor Ort jedoch ab. Da die Beamten den Verdacht hatten, dass er immer noch aggressiv auftreten und weitere Straftaten begehen könnte, wurde er in Gewahrsam genommen.

Doch damit war die Aufregung noch nicht vorbei: Denn im Anschluss an die Festnahme randalierte auch eine 20-Jährige, die die Polizei zuvor aufgefordert hatte, im Zuge der Sachverhaltsklärung an der Europastraße stehenzubleiben. Stattdessen ging die Frau aber auf die Beamten los. 

Polizeieinsatz in Gelsenkirchen: Beamtin durch Tritte und Schläge verletzt

Eine Polizistin erlitt Verletzungen durch Tritte und Schläge, konnte ihren Dienst aber dennoch fortsetzen. Auch die Randaliererin - bei der der Atemalkoholtest ebenfalls positiv ausfiel, kam mit zur Wache, um dort ihr Gemüt abzukühlen. 

Beide Festnahmen wurden vor Ort außerdem durch eine 17-Jährige gestört, die die Polizisten beleidigte und versuchte, die Maßnahmen zu verhindern. Mehrfach erteilten Platzverweisen kam die junge Frau nicht nach, weshalb sie nach erneutem Störungsversuch schließlich ebenfalls in Gewahrsam kam. Auch die Jugendliche wehrte sich dagegen mit Händen und Füßen und sprach außerdem weiter Beleidigungen aus. 

Randale in Gelsenkirchen: Strafverfahren gegen alle Streithähne eingeleitet

Nachdem sich alle drei Gelsenkirchener später in ihren Zellen beruhigt hatten, wurden sie wieder entlassen. Aber natürlich ziehen ihren Taten weitere unangenehme Konsequenzen nach sich. 

Denn die Polizei leitete Strafverfahren ein - auch gegen die Unbekannten, die ebenfalls an der Schlägerei beteiligt waren und flüchten konnten. Eine Anzeige erwartet übrigens auch einen 35-Jährigen, der am Dienstag einen schweren Fehler auf einem Parkplatz in Gelsenkirchen* begangen hat. (op) *24VEST.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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