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Schutzmasken sind heiß begehrte Ware - auch bei Gaunern (Symbolbild). In Gelsenkirchen bestätigte sich der Verdacht der Hehlerei jedoch nicht.

Kuriose Wende

Polizei muss nach Beschlagnahmung 1600 Atemschutzmasken zurückgeben - aus diesem Grund

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus sind Schutzmasken derzeit heiß begehrt. Offensichtlich taugen sie nun auch als Hehlerware. Das musste die Polizei in Gelsenkirchen feststellen.

  • Beamte einer Zivilstreife wurden am Mittwoch, 1.4., in Gelsenkirchen auf zwei Männer aufmerksam.
  • Die Kontrolle des Kofferraums brachte weitere Erkenntnisse.
  • Doch zwei Tage später kommt alles anders. 

Update, 3.4., 13.35 Uhr: Wie die Polizei Gelsenkirchen mitteilt, gibt es in dem Fall um die 1600 sichergestellten Atemschutzmasken eine kuriose Wende. Demnach sollen die beiden Gelsenkirchener am Freitag eine ordentliche Rechnung vorgelegt haben, die bestätigt, dass die Atemschutzmasken auf legalem Wege erworben worden waren. Der Verdacht der Hehlerei (s.u.) bestätigte sich demnach nicht. 

Polizei gibt Männern aus Gelsenkirchen die Atemschutzmasken zurück

Umgehend seien die Atemschutzmasken den beiden Männern wieder ausgehändigt worden. Kurz danach sollen die Gelsenkirchener laut Mitteilung ein Krankenhaus aufgesucht und dem Klinikpersonal fast 400 Atemschutzmasken gespendet haben.

Verdacht der Hehlerei: Polizei stellt 1600 Atemschutzmasken in Gelsenkirchen sicher

Unsere bisherige Berichterstattung: Mit einem Strafverfahren wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Hehlerei müssen zwei polizeibekannte Männer (42, 45) rechnen, nachdem sie am Mittwochnachmittag, 1. April, von einer Streifenwagenbesatzung auf einem Tankstellengelände an der Willy-Brandt-Allee überprüft wurden.

Gelsenkirchen: Polizisten beobachten Männer beim Umladen

Gegen 16.30 Uhr beobachteten Beamte einer Zivilstreife, wie die beiden Gelsenkirchener einen Karton aus dem Kofferraum eines Audis in den Kofferraum eines VWs umluden, berichtet die Polizei Gelsenkirchen

Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Polizisten fest, dass in den Autos weitere Kartons standen. In allen befanden sich Atemschutzmasken unterschiedlicher Hersteller und Qualität. Die Herkunft der Schutzausrüstung ist derzeit ungeklärt. 

Hierzu dauern die Ermittlungen an. Die Zivilfahnder beschlagnahmten die Kartons mit fast 1600 Atemschutzmasken.

Durch die Ausbreitung des Coronavirus wollen sich viele Menschen mit einem Mundschutz behelfen. Doch dabei gibt es einiges zu beachten.

Ein Oer-Erkenschwicker beweist Zivilcourage und will einem Gitarrenspieler helfen, der von einem alkoholisierten Mann angegriffen wird.

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