Strohballen brennen in Gelsenkirchen
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Blick von oben: Die Strohballen brennen auch am Montagabend noch heftig.

Bauernhof in Resse

Feuer in Gelsenkirchen: Strohballen brennen immer noch - war es Brandstiftung?

  • Tobias Ertmer
    vonTobias Ertmer
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Die Feuerwehr in Gelsenkirchen ist seit Montag mit einem Großeinsatz in Resse beschäftigt: Auf einem Bauernhof brannten rund 800 Strohballen lichterloh. Das THW hilft mit einem Radlader. Die Polizei ermittelt.

  • Auf dem Grundstück eines landwirtschaftlichen Betriebs am Osterkampsweg in Resse brennen seit Montag, 17.8., etwa 800 Strohballen.
  • Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften vor Ort und wird von THW und Freiwilliger Feuerwehr unterstützt.
  • Menschen und Tiere auf dem Hof waren nicht in Gefahr. Zeugen haben aber einen Verdächtigen gesehen.

Update, 18. August, 12.45 Uhr: Der Strohballenbrand in Gelsenkirchen-Resse entpuppt sich als echtes „Dauerfeuer“ für die Wehr in Gelsenkirchen. Gegen 23 Uhr am Montagabend berichtet die Feuerwehr auf ihrer Facebook-Seite: „Die Strohballen brennen noch und werden uns wohl auch die Nacht über beschäftigen.“ Den Tag hindurch brannte das Stroh kontrolliert ab. Um mehr Luft in die gepressten Ballen zu bekommen, wurde mit Hilfe eines Radladers des THW und einem Teleskoplader der Firma Melchers der Berg aufgelockert.

Ein Radlader des THW unterstützt die Feuerwehr bei den Löscharbeiten.

Durch den so zugeführten Sauerstoff konnten die Flammen immer wieder angefacht und so ein schnelleres Herunterbrennen ermöglicht werden, so die Feuerwehr weiter. „An dieser Stelle schon einmal ein besonderer Dank an das THW Gelsenkirchen und Dirk Melchers, für die tatkräftige Unterstützung!“ Auch die Freiwillige Feuerwehr Gelsenkirchen hat „unermüdlich malocht“, heißt es. Zur Brandursache gibt es noch keine endgültige Aussage. Allerdings sucht die Polizei weiterhin nach einem Verdächtigen, der morgens in der Nähe gesehen wurde: langes blondes Haar, rotes Oberteil, 25 - 50 Jahre alt. Hinweise nimmt die Polizei Gelsenkirchen unter den 0209-3657112 (Kriminalkommissariat 11) oder 0209-3658240 (Kriminalwache) entgegen.

Update, 17. August, 12.35 Uhr: Mittlerweile hat die Feuerwehr den Brand in Resse im Griff. Mehrere hundert Strohballen sind bereits kontrolliert abgebrannt. Der geschätzte Schaden beträgt laut Polizei rund 40.000 Euro. Personen seien nicht verletzt worden. Die Ursache für das Feuer konnte bislang nicht geklärt werden.

Gelsenkirchen: Zeugen sehen verdächtigen Mann

In der Nähe des Brandortes haben Zeugen offenbar gegen 8.15 Uhr einen Verdächtigen gesehen: Dieser hatte lange blonde Haare und trug ein rotes Oberteil. Beim geschätzten Alter liegen die Angaben zwischen 25 und 50 Jahren. Hinweise nimmt die Polizei unter 0209-3657112 (Kriminalkommissariat 11) oder 0209-3658240 (Wache) entgegen.

Unsere Erstberichterstattung vom 17. August, 10.45 Uhr: Um kurz vor 9 Uhr wurde die Feuerwehr in Gelsenkirchen alarmiert. Auf einem Bauernhof am Osterkampsweg in Resse waren rund 800 Strohballen in Brand geraten. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde auch über die Warn-App NINA informiert: Es bestehe zwar keine Gefahr, aber wegen des in Richtung Herten abziehenden Rauchs sollten Anwohner Fenster und Türen geschlossen halten. Wie die WAZ berichtet, liegt am Osterkampsweg ein Milchviehbetrieb mit etwa 400 Milchkühen und 200 Jungtieren. Laut Feuerwehr sind die Strohballen auf einer Fläche von 120 mal vier Metern gestapelt.

Gelsenkirchen: Anwohner sollen Fenster geschlossen halten

Wie in solchen Fällen üblich, werde man die Ballen kontrolliert abbrennen lassen, teilte die Feuerwehr mit, die dabei vom Technischen Hilfswerk unterstützt wird. Menschen und Tiere seien nicht in Gefahr gewesen, hieß es. Wegen der enormen Brandlast und der Hitze musste die Feuerwehr eine lange Wasserversorgung aufbauen.

Brauckstraße in Gelsenkirchen ist aktuell gesperrt

Wie Radio Emscher-Lippe berichtet, sollen Autofahrer den Bereich in Resse großzügig umfahren. Aktuell ist die Brauckstraße gesperrt. Auch der Bus kann dort nicht fahren. Wie lange die Löscharbeiten und die damit verbundenen Einschränkungen noch dauern, ist unklar. In Waltrop hatte die Feuerwehr am Sonntag ausnahmsweise einmal nicht mit einem Feuer zu tun.

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