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Ein Tatort vor einer Polizeistation ist mit einem Absperrband für Ermittlungsarbeiten abgegrenzt. Ein Polizist hat einen Mann erschossen, der sich mit einem Messer in der Hand Beamten genähert haben soll.

Ermittlungen dauern an

Polizist erschießt Mann in Gelsenkirchen - verhinderte er dadurch einen Terroranschlag?

In Gelsenkirchen wurde ein Mann von einem Polizisten erschossen. Zuvor hatte er sich den Beamten mit einem Messer genähert. Die Polizei sucht Zeugen.

Update, 6. Januar, 13.30 Uhr:

Nach Angaben der Polizei Münster gehen die Ermittler Hinweisen nach, wonach der Angreifer "Allahu Akbar" gerufen haben soll.

Einzelheiten, ob und in welcher Weise der Mann die Beamten angegriffen hat, wird noch ermittelt. Als gesicherte Erkenntnis gilt derzeit, dass ein 23-jähriger Polizeianwärter vier Schüsse auf den 37-jährigen Mann abgegeben hat, die zu dessen Tod geführt haben.

Aufgrund der möglichen Äußerung des  türkischen Staatsbürgers bewertete die Polizei Gelsenkirchen den Angriff als Anschlag. Der Getötete ist bei der Polizei wegen mehrerer Gewalttaten, unter anderem wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, bereits bekannt.

 Den Ermittlungsbehörden liegen auch Hinweise auf eine psychische Erkrankung des Gelsenkircheners vor. Die Ermittlungen, insbesondere zu einem möglichen Motiv, dauern an.

Noch in der Nacht durchsuchten Spezialeinheiten der Polizei die Wohnung des 37-Jährigen in Gelsenkirchen. Die Durchsuchung hat - vorbehaltlich der noch ausstehenden Auswertung von Datenträgern - bisher die anfängliche Vermutung einer terroristischen Motivation nicht erhärtet.

Update, 6. Januar, 6 Uhr:

Nach dem Vorfall am Sonntagabend (5.1.) vor der Polizeiwache Gelsenkirchen-Süd, bei dem ein 37-jähriger Angreifer erschossen wurde, sucht die Polizei nach Zeugenhinweisen. Möglicherweise haben Passanten den 37-Jährigen vor der Tat beobachtet und können Angaben machen.

Die Ermittlungsbehörden haben dazu eine zentrale Hinweisaufnahmestelle eingerichtet, die unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 - 3040303 zu erreichen ist. Aus Neutralitätsgründen hat die Polizei Münster die Ermittlungen aufgenommen.

Erstmeldung (5. Januar, 20.30 Uhr)

Ein Polizist hat in Gelsenkirchen einen Mann erschossen, der sich mit einem Messer in der Hand Beamten genähert haben soll.

Der Mann habe zunächst mit einem Gegenstand auf einen Streifenwagen geschlagen, der vor der Polizeiwache-Süd in Gelsenkirchen geparkt war, sagte Christopher Grauwinkel, Sprecher der Polizei in Gelsenkirchen, der Deutschen Presse-Agentur. Dann sei der nach ersten Erkenntnissen 37 Jahre alte Mann mit dem Gegenstand in der erhobenen Hand auf die Beamten zugegangen, hieß es.

Polizeibeamte stehen in einem abgesperrten Bereich vor der Polizeiwache-Süd. Ein 23-jähriger Polizeikommissarsanwärter hat am Sonntagabend einen Mann erschossen.

Polizei-Einsatz in Gelsenkirchen: Mann trug Messer bei sich

Dabei sei den Polizisten aufgefallen, dass der Mann in der anderen Hand zudem ein Messer getragen habe. Als er den Angaben zufolge trotz mehrerer Aufforderungen nicht stoppte, habe ein 23-jähriger Polizeikommissarsanwärter mindestens einen Schuss auf den Mann abgegeben. Dieser sei tödlich gewesen. Die Ermittlungen dauerten am Sonntag noch an.

dpa

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