Traurige Bilanz bei Verkehrskontrolle

Raser aus Gelsenkirchen unfassbar schnell im Stadtgebiet geblitzt - auch ein Hertener ist den Führerschein los

  • Oliver Prause
    vonOliver Prause
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Bei Geschwindigkeitskontrollen in Gelsenkirchen stellt ein 45-Jähriger einen traurigen Rekord auf. Sogar die Polizei staunt, wie schnell der Mann unterwegs ist. Auch ein Hertener ist seinen Führerschein los.

  • Traurige Bilanz bei einer Geschwindigkeitskontrolle in Gelsenkirchen
  • Im Stadtteil Hassel stellt die Polizei zahlreiche Verstöße fest
  • Ein 45-Jähriger Gelsenkirchener stellt einen Negativ-Rekord auf

Kaum zu glauben, aber wahr: Ein 45-Jähriger aus Gelsenkirchen ist mit seinem Pkw mehr als doppelt so schnell als erlaubt durchs Stadtgebiet gerast. Auch die Verkehrspolizisten trauten ihren Augen kaum, als sie bei einer Geschwindigkeitsmessung am Dienstag auf der Marler Straße im Stadtteil Hassel auf die Messergebnisse ihrer Blitzeranlage schauten: Der Autofahrer wurde mit 118 Stundenkilometern auf frischer Tat ertappt - erlaubt sind an der Stelle gerade mal 50 km/h.

Raser aus Gelsenkirchen: 880 Euro Geldstrafe, zwei Punkte und zweimonatiges Fahrverbot

Und damit nicht genug: Der Raser zeigte sich den Beamten gegenüber uneinsichtig und wollte vor Ort keinerlei Angaben machen. Sein Schweigen nützt ihm aber nichts mehr: Ihn erwarten laut Polizei Gelsenkirchen wegen einer sogenannten „Vorsatztat“ eine Geldstrafe von 880 Euro, zwei Punkte im Verkehrssünderregister in Flensburg, und - was den „Bleifuß“ sicher besonders schmerzen wird - seinen Führerschein ist der Mann erstmal für ganze zwei Monate los. Bundesweit gibt es zurzeit eine Debatte um noch schärfere Fahrverbote für notorische Verkehrssünder.

Verkehrskontrolle in Gelsenkirchen: Auch einen Autofahrer aus Herten erwischt es

Ein Fahrverbot sprach die Polizei Gelsenkirchen auch gegen einen Mercedes-Fahrer aus Herten aus, der ebenfalls viel zu schnell unterwegs war. Er wurde mit 90 km/h an der Messstelle geblitzt, was für ihn außerdem ebenfalls zwei Punkte in Flensburg bedeutet.

Insgesamt fiel die Bilanz der Polizei bei den Geschwindigkeitsmessungen in Gelsenkirchen-Hassel traurig aus: Die Beamten stellten in der vergleichsweise kurzen Messzeit von 16 bis 18 Uhr sage und schreibe 15 Tempoüberschreitungen fest. Auch vor Schulen registriert die Polizei regelmäßig viele Verstöße gegen geltende Geschwindigkeitsregeln.

Polizei in Gelsenkirchen warnt Raser: Im schlimmsten Fall ist der Führerschein ganz weg

Die Behörde weist alle Verkehrsteilnehmer daher eindringlich darauf hin, dass man den Bogen nie überspannen und Rasen im Straßenverkehr tunlichst unterlassen sollte. Denn sonst könnte der eigene Führerschein sogar länger als besagte zwei Monate weg sein.

Übersicht der Polizei: Ab acht Punkten müssen Autofahrer zum „Idiotentest“!

  • Bei einem bis drei Punkten erfolgt eine Vormerkung über die Bewertung der Fahreignung.
  • Bei vier bzw. fünf Punkten erhält der Betroffene eine gebührenpflichtige Ermahnung und den Hinweis, durch die freiwillige Teilnahme an einem Fahreignungsseminar einen Punkt abbauen zu können.
  • Bei sechs bzw. sieben Punkten wird die Teilnahme an einem Pflichtseminar angeordnet. Durch das Pflichtseminar können allerdings keine Punkte abgebaut werden. Und nimmt man an dem Pflichtseminar überhaupt nicht teil, wird sogar die Fahrerlaubnis entzogen.
  • Ab acht Punkten ist die Fahrerlaubnis dann sogar generell weg und kann erst nach frühestens sechs Monaten und gleichzeitig bestandener MPU - im Volksmund „Idiotentest" genannt - neu beantragt werden.

Daher der dringende Appell der Polizei Gelsenkirchen an alle, die gerne auf der Straße „den starken Mann“ spielen wollen: „Lassen Sie es nicht so weit kommen und halten Sie sich an die Verkehrsregeln!“

Im Kreis Recklinghausen geht die Polizei aktuell auch verstärkt gegen die Tuner-Szene vor. Zum wiederholten Male gab es jetzt eine größer angelegte Kontrollaktion in mehreren Städten.

Rubriklistenbild: © Roland Weihrauch/picture-alliance/dpa

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