Ein Polizeibeamter mit Warnkelle. (Symbolbildsammlung)
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Bei einer groß angelegten Kontrollaktion entdeckte die Gelsenkirchner Polizei gravierende Mängel. Symbolbild)

Erschreckende Mängel

Gelsenkirchener Polizei stoppt dreiste „Socken-Fahrer“

Die Polizei Gelsenkirchen hat bei Lastwagenkontrollen zwei Fahrer entdeckt, die ihr Gefährt auf Socken gesteuert haben. Doch das war noch längst nicht alles, was die Beamten bei der groß angelegten Kontrollaktion aufdeckten.

  • Zwei LKW-Fahrer steuern ihre Fahrzeuge mit Socken
  • Schwertransporter mit erheblichem Übergewicht
  • Strafen summieren sich auf mehrere zehntausend Euro

In den vergangenen Tagen haben Polizeibeamte vermehrt LKW-Kontrollen in Gelsenkirchen und konnten dabei gravierende Verstöße feststellen: Ein Sattelzug war mit 47 Tonnen Steinen und Lehm beladen, und damit satte sieben Tonnen zu schwer. Zudem war ein Reifen so stark beschädigt, dass die Karkasse sichtbar war. Die Beamten untersagten dem Fahrer die Weiterfahrt, bis die Ladung verringert und der Reifen gewechselt war.

Ein Schwertransport durfte zusammen mit seiner Ladung, einem Bagger, laut Papieren maximal 41,8 Tonnen wiegen. Bei der Kontrolle vor Ort konnte bereits rechnerisch ein Gesamtgewicht von mindestens 46 Tonnen ermittelt werden. Eine anschließende Verwiegung ergab ein Gesamtgewicht von 47,5 Tonnen, die Fahrt war somit unzulässig. Die Beamten untersagten auch hier die Weiterfahrt bis eine neue Genehmigung zum Transport vorlag.

Schuhe waren im Treppeneinstieg abgestellt

Bei zwei Fahrzeugführern waren die Verstöße nach dem Fahrpersonalgesetz so gravierend, dass sich die Bußgelder der gesamten Vergehen sowohl für Fahrzeugführer als auch Fahrzeughalter gegebenenfalls auf mehrere zehntausend Euro summieren können. Die Beamten leiteten entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.

Zwei LKW-Fahrer fielen auf, weil sie ihre Fahrzeuge mit Socken steuerten und ihre Schuhe im Treppeneinstieg abgestellt hatten. In diesen Fällen erhielt die Berufsgenossenschaft Kenntnis über das Vergehen.

Reifen nur „unten“ platt

Bei der Kontrolle eines Kleintransporters stellten die Beamten fest, dass der hintere rechte Reifen platt war. Auf Nachfrage, ob der Fahrer dies nicht festgestellt habe, gab er zur Verwunderung der Beamten an, dies wohl bemerkt zu haben. Gleichwohl ging er davon aus, dass es nicht so schlimm wäre, weil der Reifen ja nur unten platt sei. Auch dieser Fahrer musste den Mangel beheben, bevor er weiterfahren durfte.

Weiterhin ahndeten die Beamten zahlreiche Vergehen unter anderem wegen technischer Mängel an den Fahrzeugen, des Nutzens von Mobiltelefonen während der Fahrt, Gurtverstößen oder fehlender Ladungssicherung. Die Polizei führt Kontrollen wie diese regelmäßig durch und stellt dabei immer wieder zahlreiche Verstöße fest. Reifen, die aber „nur unten“ platt sind, haben die eingesetzten Beamten dabei zuvor jedoch noch nie gesehen.

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