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Der Stausee in Haltern.

Trockenheit und Hitze

Gelsenwasser flutet die Stauseen in Haltern – müssen wir uns Sorgen machen?

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Das vermehrte Duschen, das Befüllen von Pools und die Bewässerung des Gartens treiben den Wasserverbrauch im Kreis Recklinghausen in die Höhe.

Die Gelsenwasser AG, größter Wasserversorger der Region, hat früher als erwartet damit begonnen, die Stauseen in Haltern mit Kanalwasser zu fluten. Grund ist der niedrige Wasserstand an der Talsperre in Haltern-Hullern. Nach Angaben von Gelsenwasser-Sprecherin Heidrun Becker ist der See nur noch zu 40 Prozent gefüllt . Bei weniger als 35 Prozent sei das ökologische Gleichgewicht gefährdet, so Becker.

Das Wasser aus dem Kanal erreicht in zwei Tagen Haltern

Am Donnerstag dieser Woche hat Gelsenwasser erstmals in diesem Jahr die Schleusen am Dortmund-Ems-Kanal in Senden geöffnet, um Wasser in die Stever zu pumpen. In zwei Tagen kommt das Wasser in Hullern an. Im letzten, ebenfalls sehr trockenen Jahr hatte der Versorger zweimal von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, Wasser aus dem Kanal zu entnehmen. Aktuell verfügen die beiden Halterner Talsperren zusammen noch über 68 Prozent ihres maximalen Wasserreservoirs. Das Halterner Wasserwerk schickt in diesen heißen Tagen täglich rund 350.000 Kubikmeter Trinkwasser durch das Leitungssystem an die Kunden. An „normalen“ Sommertagen sind es nach Angaben des Unternehmens „nur“ etwa 300.000 Kubikmeter.

Obwohl vermehrtes Duschen, das Befüllen von Pools und die Bewässerung des Gartens den Wasserverbrauch in die Höhe treiben, müsse sich um die Trinkwasserversorgung nach wie vor niemand Sorgen machen, betont Heidrun Becker.

Das Wasserwerk in Haltern versorgt zwei Millionen Menschen

Das Halterner Wasserwerk der Gelsenwasser AG versorgt rund zwei Millionen Menschen mit Trinkwasser, darunter auch die Bevölkerung in Recklinghausen, Marl, Herten, Datteln, Waltrop, Oer-Erkenschwick, Castrop-Rauxel und Haltern. Kernstück der Wassergewinnung sind 26 Versickerungsbecken, die zusammen eine Fläche von mehr als 80 Fußballfeldern haben. Das Rohwasser aus den Talsperren wird darauf geleitet und versickert dann sechs Wochen lang bis ins Grundwasser. Der Boden in Haltern ist dafür optimal, da er aus Sand besteht, den berühmten „Halterner Sanden“. Die wirken wie ein natürlicher Filter. 232 Vertikalbrunnen, 40 bis 165 Meter tief, fördern das Wasser schließlich ins Werk, wo es dann zu Trinkwasser aufbereitet wird.

Wir haben Tipps, wie sie weniger Wasser im Haushalt verbrauchen. Darüber gibt es weitere wertvolle Ratschläge, um in den eigenen vier Wänden Geld zu sparen.

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