Gerichtsprozess

Rentner brutal verprügelt: Haftstrafe für Täter

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DORTMUND - Rippenbrüche, Platzwunden und Prellungen am ganzen Körper: Im Juni dieses Jahres erlitt ein Dortmunder Rentner (76) bei einer brutalen Prügelattacke schwere Verletzungen. Jetzt wurde der Täter verurteilt.

Der Angeklagte ist erst 21 Jahre alt und voll geständig. Zumindest gibt er alles zu, an das er sich erinnern kann. An jenem Morgen will er nach einer total durchzechten Nacht auf einer Parkbank aufgewacht sein und dann bemerkt haben, dass sein Rucksack fehlte. Das Pech des Rentners war, dass er genau zu diesem Zeitpunkt durch die Grünanlage lief, um zum Frühschwimmen zu gehen. Der Angeklagte bildete sich ein, der 76-Jährige habe ihn beklaut – und prügelte deshalb gnadenlos zu.

Die Zeit im Krankenhaus bezeichnete der Rentner in seiner Zeugenaussage als „Hölle“. Er habe überall Schmerzen gehabt und fast schon gehofft, dass er bald sterben würde. Erst jetzt geht es ihm so langsam wieder besser.

Der Angeklagte entschuldigte sich im Prozess bei seinem Opfer. Vor einer harten Bestrafung bewahrte ihn dies aber auch nicht. Die Richter verhängten zwei Jahre und fünf Monate Haft und sprachen von einer „Gewalttat, die sprachlos macht“.

Rubriklistenbild: © Britta Pedersen (dpa-Zentralbild)

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