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So sah es am Tag nach dem Brand in dem Wohnkomplex an der Geßlerstraße aus.

Geßlerstraße

Brand in der Gartenstadt - Räume sind kontaminiert

DORTMUND - Nach dem Brand in einem 40-Parteien-Haus in der Geßlerstraße warten die Mieter noch immer darauf, in ihre Wohnungen zurückkehren zu können. Das kann aber noch dauern: Die Dogewo21-Mitarbeiter waren am Freitag mit einem Chemiker vor Ort, der unerfreuliche Schadstoffwerte feststellte.

Update Freitag, 16 Uhr: Wohnungen sind doch kontaminiert

Die Rückkehr der Mieter wird sich doch noch weiter hinauszögern. "Heute und am Wochenende wird niemand zurückziehen können", sagte Regine Stoerring, Sprecherin der Dogewo21 auf Anfrage. Grund ist das Gutachten eines Chemikers, nach dem doch mehr Wohnungen mit Ruß belastet sind als zunächst angenommen.

"Wir sind mit den Mietern und dem Chemiker in die Wohnungen gegangen und haben die Schadstoffbelastung gemessen. Viele Räume müssen nun erst mal professionell gereinigt werden", so Stoerring. Außerdem sei die Stromversorgung im Treppenhaus zwar provisorisch wieder hergestellt, doch die Wohnungen seien weiterhin ohne Strom. Auch die Frage, wann der Aufzug gewartet wird, ist noch nicht geklärt.

Die Dogewo21 steht mit allen Mietern in Kontakt. "Die Leute sind sehr tapfer und verständnisvoll", sagt die Pressesprecherin. Sie hatten am Freitag noch einmal die Möglichkeit, Gegenstände aus ihren Wohnungen zu holen. Am Montag soll dann neu über den Wiedereinzugstermin geredet werden.

Stand Donnerstag, 16.30 Uhr: Die Polizei gibt das Gebäude frei

Die Polizei hat das Brandgebäude an der Geßlerstraße für die Dogewo21 freigegeben. Das erklärte eine Polizeisprecherin am Donnerstag auf Nachfrage unserer Redaktion. Die Mitarbeiter des Wohnungsunternehmens haben am Donnerstag die Schäden begutachtet und organisieren jetzt die Reparaturarbeiten. "Frühstens am Freitagnachmittag können die Mieter wieder einziehen", so Dogewo21-Sprecherin Regine Stoerring. Das sei aber der "best case", versprechen könne sie es nicht.

Bevor wieder Menschen in dem Haus wohnen dürfen, muss ein abschließendes Gutachten klären, ob die Wohnungen tatsächlich nicht kontaminiert sind. "Doch die Bewohner können sich darauf einstellen, spätestens im Laufe des Wochenendes wieder in ihre vier Wände zurückzukehren."

Laut der Dogewo21-Sprecherin wird am Freitag eine provisorische Elektroanlage im Haus installiert. "Der Kollege vor Ort sagte, die alte Anlage sei nur noch ein Klumpen." Außerdem müsse der Aufzug technisch untersucht und vom TÜV abgenommen werden. Für Bewohner, die auf den Fahrstuhl angewiesen sind, will sich das Wohnungsunternehmen um eine andere Unterbringung kümmern, denn die Arbeiten am Aufzug werden wohl noch länger dauern.

Kaum Schäden in den Wohnungen

Die Wohnungen hätten aber nach ersten Erkenntnissen kaum Schaden genommen und das Treppenhaus sei lediglich verrußt, so Stoerring. Über die Höhe der Schadenssumme kann die Pressesprecherin momentan noch nichts sagen.

Bei dem Brand in einem Mehrfamilien-Komplex an der Geßlerstraße waren am Dienstagnachmittag 22 Menschen verletzt worden, zwei davon schwer. Die Feuerwehr war fast vier Stunden im Einsatz um das Feuer im Keller des Hauses zu löschen und alle 80 im Haus gemeldeten Bewohner zu evakuieren.

Seitdem warten die Mieter darauf, in ihre Wohnungen zurückkehren zu können. Die meisten von ihnen sind für die Übergangszeit bei Bekannten und Freunden untergekommen. "Lediglich acht von 40 Mietparteien mussten wir im Hotel einquartieren", so Regine Stoerring.

Zeugen gesucht

Am Mittwoch durften die Mieter in Begleitung der Dogewo21-Mitarbeiter kurz in ihre Wohnungen, um persönliche Dinge und Haustiere mitzunehmen. Falls die Menschen doch noch nicht am Freitag zurückkehren können, will die Dogewo21 ihnen noch einmal die Möglichkeit geben, Dinge aus ihren Wohnungen zu holen.

Laut Polizei gehen die Ermittlungen bezüglich der Brandursache in alle Richtungen. Zeugen, die etwas darüber wissen, sollen sich unter 0231/132 7441 melden.

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