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Jan Josef Liefers im Interview mit cityInfo.TV beim Bert-Donnepp-Preis in Marl 30.01.2019

Grimme-Institut empfängt 200 Gäste

Mit Jan-Josef Liefers und Philipp Walulis beim Bergfest

MARL - Bergfest im Grimme-Institut: Nach der Vergabe des Bert-Donnepp-Preises an Medien-Satiriker Philipp Walulis strömen die 200 geladenen Gäste aus dem großen Saal an Bar und Büfett, gönnen sich Skrei in Hummersauce, Vanillekarotten und Creme brulée. Unter ihnen ist Jan Josef Liefers, der sich erstmal ein kühles Blondes gönnt.

Als Hauptdarsteller des beliebten Münster-Tatorts ist der 54-jährige Schauspieler zumindest der Quotenkönig des Abends. Bereits 2004 und 2013 erhielt Liefers den Grimme-Preis, ein dritter könnte in diesem Jahr für „Arthurs Gesetz“ dazukommen. Die sechsteilige Mini-Serie strotzt vor schwarzem Humor und feierte ihre Premiere auf einem Streaming-Dienst der Telekom, bevor sie beim Bezahl-Sender TNT Comedy lief. „Solche schrägen Stoffe sind genau mein Humor, darauf stehe ich“, sagt Jan Josef Liefers und erklärt, warum ihn die Grimme-Nominierung dafür so freut: „Der Grimme-Preis ist eine große Hilfe für ungewöhnliche deutsche Produktionen. Offen ist Jan Josef Liefers auch für die geänderten Sehgewohnheiten des Publikums - Stichwort Streaming-Dienste. „Meine Kinder zum Beispiel wissen gar nicht mehr, was ZDF oder Sat 1 heißt“, sagt Liefers. Nichts ändern wird sich offenbar an seiner Tätigkeit als „Tatort“-Kommissar. „Das geht weiter, keine Sorge“, gibt Jan Josef Liefers Entwarnung: „Der Tatort ist das letzte große Lagerfeuer für Deutschland. Darum versammeln sich immer noch Jung und Alt.“

Isabel Schayani aus Essen gehört seit Jahren zu Deutschlands herausragenden Fernsehjournalistinnen. In diesem Jahr ist sie nominiert für Ihre Tagesthemen-Kommentare und Weltspiegel-Moderationen. Unsere Frage, welche Bedeutung der Grimme-Preis hat, beantwortet Schayani eindeutig: „Das ist für uns der Oscar unter den Fernsehpreisen.“ Sollte sie den Grimme-Preis gewinnen, kommt sie erneut nach Marl, ansonsten wahrscheinlich nicht.

"An den Grimme-Preis kommt nichts ran"

Einen Grimme-Preis erhielt Moderator Philipp Walulis bereits 2012. Jetzt ist er zusätzlich Träger des Bert-Donnepp-Preises. „Am Grimme-Preis schätze ich besonders, dass er nicht unter dem Einfluss von anderen Medien steht, wie es bei so manchem Medienpreis der Fall sein könnte“, sagt Walulis mit einem Augenwzwinkern. „An den Grimme-Preis kommt nichts ran, darauf bin ich sehr stolz. Der Preis ist auch ein Türöffner. Er hilft Sendungen, ernst genommen zu werden.“

Die Publikumsjury Marler Gruppe vergibt in diesem Jahr einen Grimme-Preis in der Kategorie Info & Kultur. Dahinter verbergen sich Dokumentationen. Die sind absolut interessant, das Ansehen strengt aber auch an. „Wir sehen uns die Filme von 9 bis 18.30 Uhr gemeinsam an. Danach diskutieren wir darüber“, erklärt Margret Grützner die Prozedur. „Ein positiver Effekt dieser Arbeit ist, dass der Blick für Fernsehen geschärft wird“, sagt die Schülerin Nina Grünloh. Die Entscheidung der Marler Gruppe ist übrigens bereits gefallen. Wer der Sieger ist, bleibt aber noch geheim.

Unsere Kollegen von Cityinfo.tv waren beim Bergfest vor Ort - und konnten mit Jan Josef Liefers sprechen. Hier das kurzweilige Interview.

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