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Björn Freitag (l.) und Frank Rosin behalten ihre Sterne.

Guide 2019 vorgestellt

Restaurant "Rosin" weiterhin mit zwei Michelin-Sternen

Dorsten/Haltern/Berlin (dpa) - Großer Erfolg für die Gourmetköche aus der Region: Der Dorstener Frank Rosin bekommt auch in diesem Jahr zwei Sterne des Restaurantführers Guide Michelin für sein gleichnamiges Restaurant in Dorsten-Wulfen. Sein Kollege aus der Lippestadt, Björn Freitag, behauptet ebenfalls einen Stern für seinen "Goldenen Anker" in der Dorstener Innenstadt.

Dritte ausgezeichnete Gastronomie im Kreis Recklinghausen sind die Ratsstuben in Haltern, die sich ebenfalls weiterhin über einen Michelin-Stern freuen können.

Mehrere Restaurants in Nordrhein-Westfalen haben ihren Stern im Guide dagegen verloren. In der am Dienstag vorgestellten Ausgabe des Hotel- und Restaurantführers wurde acht Häusern ein Stern gestrichen. Der Verlust beruht vor allem darauf, dass zuvor ausgezeichnete Restaurants geschlossen haben.

Nach oben gekocht hat sich das "Ox&Klee" in Köln, das sich nun mit zwei Sternen schmücken kann. Vier Häuser wurden neu in die Gilde der Restaurants mit einem Stern aufgenommen. Dies sind in Köln das "maximilian lorenz" und das "NeoBiota". In der Eifel kam dazu "Burg Nideggen - Brockel Schlimbach" sowie in Niederkassel bei Bonn "Clostermanns Le Gourmet".

Zehn Häuser mit drei Sternen

Unangefochtener NRW-Spitzenkoch bleibt Joachim Wissler vom "Vendôme" in Bergisch Gladbach: Das Restaurant ist eines von bundesweit zehn Häusern mit drei Sternen. In der Liga der Zwei-Sterne-Restaurants spielen weiter das "Rosin" in Dorsten von Fernsehkoch Frank Rosin sowie "Le Moissonnier" in Köln. Insgesamt hat das bevölkerungsreichste Bundesland 47 Sterne-Restaurants. Das sind vier weniger als bei der letzten Wertung 2018. Bundesweit wurden 309 Restaurants ausgezeichnet.

In Düsseldorf hat das seit Jahrzehnten auf den vorderen Plätzen spielende "Im Schiffchen" statt zwei nun noch einen Stern. Patron Jean-Claude Bourgeuil hatte voriges Jahr angekündigt, er wolle kürzer treten. Sieben Häusern wurde die Auszeichnung gestrichen. Dies sind "EQUU in der Remise" (Bonn), "Westfälische Stube" (Hörstel), "Schloss Loersfeld" (Kerpen), "Gourmet 1895" (Münster) sowie aus Köln "Himmel un Äd", "L'escalier" und "WeinAmRhein".

Im Wettstreit zwischen Düsseldorf und Köln ist das Spiel ausgeglichen: Beide Städte kommen auf je zehn Sterne-Restaurants, allerdings hat Köln dabei zwei Restaurants mit zwei Sternen. Bonn hat drei ausgezeichnete Restaurants, Aachen und Essen haben jeweils zwei.

Trend zur regionalen und saisonalen Produkten

Der Restaurantführer Guide Michelin gilt vielen Feinschmeckern als Wegweiser zu den besten Köchen des Landes. In den vergangenen Jahren hatten sich in der Sterneküche Trends zu mehr vegetarischen Gerichten, regionalen und saisonalen Produkten sowie mehr Lässigkeit im Ambiente entwickelt. "Es gibt immer mehr junge Köche, die frische Ideen haben und neuen Schwung in die deutsche Spitzengastronomie bringen", sagte der Direktor des Guide Michelin für Deutschland und die Schweiz, Ralf Flinkenflügel, vorab zur Ausgabe 2019.

NRW ist eine Hochburg der guten Küche

Guide Michelin:

Seit Jahren wächst die Zahl der ausgezeichneten Restaurants in Deutschland. Die meisten Sterne-Restaurants gibt es in Baden-Württemberg. Weitere Hochburgen des guten Geschmacks stehen in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Die Metropolen Berlin und Hamburg haben in den vergangenen Jahren aufgeholt und das kleine Saarland glänzt mit zwei Restaurants der Drei-Sterne-Klasse.

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