Gutachten belastet Angeklagten

Missbrauch nach BVB-Pokalfeier: DNA-Spuren bei Opfer gefunden

Dortmund - Im Prozess um einen sexuellen Übergriff auf eine 29-jährige Dortmunderin am Ende der Partynacht nach dem BVB-Pokalsieg wird der Angeklagte von einem DNA-Gutachten belastet. Für den Tatverdächtigen wäre der Missbrauch der Dortmunderin nicht das erste sexuelle Vergehen.

Die Richter hatten das Gutachten erst vor zwei Wochen beim Landeskriminalamt in Auftrag gegeben. Die Experten sollten Kleidungsstücke und Körperabriebe der Frau auf mögliche Spuren des Angeklagten untersuchen. Am Montag erklärte der Vorsitzende Richter, dass dabei tatsächlich Treffer gelandet wurden.

Am Nacken der Frau und an einer Brust wurde Zellmaterial des Angeklagten ausfindig gemacht. Aber: "Daneben wurde auch die DNA eines weiteren männlichen Spurenlegers gesichert", so Richter Helmut Hackmann.

Angeklagter bereits wegen Vergewaltigung verurteilt

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, die Frau nach der BVB-Pokalfeier auf dem Friedensplatz angesprochen und unter einem Vorwand in sein Auto gelockt zu haben. Während der dann folgenden rund einstündigen Fahrt soll er sie immer wieder im Schritt und an den Brüsten angefasst haben. Laut Anklage küsste er die 29-Jährige auch am Hals und im Nackenbereich.

Der inzwischen 42-jährige Angeklagte hat sich bisher noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Der Mann aus Hörde hat bereits wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs mehrere Jahre im Gefängnis und in der Sicherungsverwahrung verbüßt.

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