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Ein Baggerfahrer hat bei Arbeiten eine Gasleitung beschädigt. Das hatte einen großen Feuerwehreinsatz zur Folge.

Aus gutem Grund

Feuerwehr wird für den Gas-Einsatz eine Rechnung schicken

Waltrop - Am vergangenen Freitag hat der Bagger eines Abbruchunternehmens – Seggewiß aus Stadtlohn – bei Abrissarbeiten an der Bahnhofstraße eine aktive Gasleitung beschädigt. Es folgte ein etwa zweistündiger Feuerwehr-Großeinsatz inklusive Straßensperrung und weitreichenden Vorsichtsmaßnahmen. Wie die Stadt Waltrop auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilt, wird die Feuerwehr dem Verursacher dafür eine Einsatz-Rechnung schreiben.

Wie sich herausgestellt hat, war der Gasanschluss des nun abgerissenen Hauses noch nicht abgerüstet worden. Wie Versorger Westnetz bereits am Freitagnachmittag mitgeteilt hatte, seien vor Beginn der Abrissarbeiten keine Planauskünfte eingeholt worden. Das sei allerdings gesetzlich vorgeschrieben. In den tagesaktuellen Plänen war die aktive Gasleitung demnach auch eingezeichnet. So hätte der Bagger zwar das Haus abreißen dürfen, sagte Westnetz-Sprecherin Maren Frisch, nicht aber ins Erdreich vordringen dürfen.

Demontage soll in 2018 bereits beantragt worden sein

Auf Nachfrage unserer Redaktion äußerte sich am Mittwoch ein Firmen-Verantwortlicher des Unternehmens Seggewiß, der namentlich nicht genannt werden wollte. Er sagt, dass der Eigentümer der Immobilie die Demontage des Wasseranschlusses sowie des Gasanschlusses bereits im April 2018 beantragt habe und dass Versorger Westnetz seiner Arbeit hier offensichtlich nicht nachgekommen sei. Ein grundsätzliches Problem sei laut des Seggewiß-Vertreters, dass Westnetz keine Bestätigungen verschicken würde, ob ein Gas-Anschluss tatsächlich abgerüstet wurde.

Eine Löschfahrzeug-Stunde kostet 350 Euro

Wie Stadt-Sprecherin Patricia Neuhaus sagt, werde der Verursacher die Kosten des Feuerwehreinsatzes dennoch tragen müssen. Abgerechnet wird minutengenau nach Paragraf 2, Absatz 1 der Gebührenordnung („Entgelt für freiwillige Leistungen“). So kostet unter anderem eine Einsatzstunde je Feuerwehrmann 60 Euro, die Bereitstellung eines Löschfahrzeuges 350 Euro, die der Drehleiter 180 Euro. Wie hoch die Gesamtrechnung ausfällt, konnte die Stadt noch nicht sagen. Der Betrag dürfte nach einer groben Hochrechnung unserer Redaktion auf Grundlage der Gebührenordnung aber bis zu 4000 Euro betragen.

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