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Am Willy-Brandt-Gymnasium sorgte der Filmdreh für Unruhe.

Gymnasium in Oer-Erkenschwick

Eine (Film-)Lektion für das ganze Leben

OER-ERKENSCHWICK - „Abiwood – acht Jahre im falschen Film“ lautet das Motto des Abiturjahrgangs 2019. Nach dem missglückten Videodreh am Montag herrscht nun Einsicht, dass die Aktion nicht filmreif war.

Beim Abiturball sollte der Film präsentiert werden. Vor dem Schulzentrum wurden dafür Szenen unter Einsatz von Pistolen gedreht. Plötzlich herrscht Aufregung, die Polizei rauscht heran. Zwei Druckluftpistolen werden sichergestellt, Anzeigen geschrieben.

Dass der Filmdreh mit einem solchen Ausgang auch nicht nach dem Geschmack einer Schulleitung sein kann, liegt auf der Hand. Gleichwohl macht Christian Huhn, Direktor des Willy-Brandt-Gymnasiums (WBG), deutlich: „Nach dieser Aktion sind die Schüler geläutert und ich bin mir sicher, dass sie dadurch etwas für ihr Leben gelernt haben.“ Der Filmdreh sei nicht mit der Schulleitung abgesprochen gewesen. „Sonst hätten wir uns auch ein Konzept vorlegen lassen.“ Ein solches Konzept existiert übrigens für die in der nächsten Woche geplante Schulstürmung. Zu rechtfertigen sei ein solcher Filmdreh mit Pistolen auf der Lortzingstraße natürlich nicht, meint der Direktor. Von weiteren schulinternen Maßnahmen für die Film-Crew ist aber nicht die Rede. „Denn wir müssen auf der anderen Seite auch festhalten, dass es sich bei dieser Gruppe um alles andere als um Randalebrüder handelt“, sagt Huhn.

Die weitere gute Nachricht für die Schüler: Ihnen wird der Polizeieinsatz nicht in Rechnung gestellt. „Unsere Gebührenordnung sieht das lediglich im Falle einer absichtlichen Falschalarmierung vor. Und eine solche liegt hier nicht vor“, sagt Polizeisprecherin Ramona Hörst. Außerdem, so Hörst weiter, wollten die jungen Leute auch keine Straftat begehen. Aber Unwissenheit schützt nicht vor Strafe. „Wir prüfen gerade, in welche Waffenkategorie die sichergestellten Druckluftwaffen einzustufen sind. Manche Typen sind waffenscheinpflichtig“, erklärt Ramona Hörst. Das Waffenrecht verbietet sogar das Mitführen von Spielzeugwaffen in der Öffentlichkeit, die „scharfen“ Pistolen täuschend ähnlich sehen. Wer das macht, muss eine Geldbuße zahlen.

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