Häufigste Todesursachen

Daran sterben die Menschen in Dortmund

Dortmund - Der Tod ist kein Thema, über das man gerne spricht. Doch er ist allgegenwärtig. 7204 Menschen starben 2015 in Dortmund. Dies sind die häufigsten Todesursachen.

In Dortmund sind mit 7204 Todesfällen im Jahr 2015 fast zehn Prozent mehr Menschen gestorben als ein Jahr zuvor. Das kann mit der gestiegenen Bevölkerungszahl zusammenhängen. Doch die Reihenfolge der häufigsten Todesursachen ist gleich geblieben.

Nach den Zahlen von IT.NRW, der amtlichen Statistikstelle des Landes, stirbt nach wie vor jeder Dritte in Dortmund an Herz-Kreislauferkrankungen. Jeder vierte erliegt einem Krebsleiden und jeder Zehnte Krankheiten des Atmungssystems (ohne Lungenkrebs).

Mehr Krebstote

Die Zahl der Krebserkrankungen ist gegenüber dem Vorjahr um 24 Fälle und damit leicht gestiegen. Männer starben häufiger an Krebs (26 Prozent) als Frauen (22 Prozent).

Bei 506 dieser Todesfälle handelte es sich um Krebserkrankungen der Verdauungsorgane, gefolgt von Lungenkrebs (389). An dieser Krankheit starben deutlich mehr Männer (247) als Frauen (142). In 286 Fällen waren Krebserkrankungen der Genitalorgane für den Tod ursächlich.

An Brustkrebs sind 130 Frauen und ein Mann gestorben, an Leukämie 63 Männer und 68 Frauen. 31 Dortmunder erlagen dem Hautkrebs, darunter zweimal so viel Frauen wie Männer.

Zwei Fälle von Tuberkulose

Bei den Infektionskrankheiten gab es zwei Todesfälle aufgrund von Tuberkulose und sieben als Folge von Aids. An dem HIV-Virus starben vier Frauen und drei Männer.

In 479 Fällen des Jahres 2015 ist die genaue Todesursache nicht bekannt. Dabei handle es sich um einen plötzlich eingetretenen Tod oder Leichenfunde, erläuterte Leo Krüll, Pressesprecher bei IT.NRW, auf Anfrage.

Alkohol eine Männerdomäne

Tod durch Alkohol ist eine Männerdomäne. 30 Männer und fünf Frauen kostete die Alkoholsucht das Leben. Bei der Sucht nach Rauschgift ist das Verhältnis noch krasser. Unter den neun Drogentoten war eine Frau.

190 Dortmunder sind nicht Krankheiten zum Opfer gefallen, sondern Unfällen, Bränden, tätlichen Angriffen oder - so das Statistikdeutsch - "vorsätzlichen Selbstbeschädigungen". 73 starben an den Folgen von Stürzen, darunter 40 Männer und 33 Frauen.

Zwölf Verkehrstote

Ertrunken sind zwei Menschen in Dortmund, durch Feuer und Flammen, beziehungsweise Rauch gestorben sind fünf und an Vergiftungen zehn. Mehr als doppelt so viele Männer (21) wie Frauen (10) haben sich das Leben genommen. Sechs Dortmunder starben infolge von tätlichen Angriffen, darunter eine Frau. Zwölf wurden Opfer eines Verkehrsunfalls.

Das durchschnittliche Sterbealter in Nordrhein-Westfalen beträgt aktuell 75 Jahre bei Männern und 81 bei Frauen. Laut IT.NRW haben in Dortmund heute 65-jährige Männer noch eine durchschnittliche Lebenserwartung von 17,5 Jahren, Frauen von 20,6 Jahren.

Besonders positiv zu vermerken: Im Jahr 1998 gab es noch 14 Fälle von plötzlichem Kindstod, in den Jahren 2014 und 2015 jeweils "nur" einen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Nächster Brücken-Tiefschlag: Sogar eine Freigabe in 2019 steht jetzt infrage
Nächster Brücken-Tiefschlag: Sogar eine Freigabe in 2019 steht jetzt infrage
Salutieren per Militärgruß - betroffener Vest-Verein nimmt Stellung: "Eine Aktion, die..."
Salutieren per Militärgruß - betroffener Vest-Verein nimmt Stellung: "Eine Aktion, die..."
Polizei erstattet nach türkischer Kundgebung Strafanzeige
Polizei erstattet nach türkischer Kundgebung Strafanzeige
Gegen Baum geprallt: Recklinghäuser hatte vor tödlichem Verkehrsunfall einen Herzinfarkt
Gegen Baum geprallt: Recklinghäuser hatte vor tödlichem Verkehrsunfall einen Herzinfarkt
Sperrung Leveringhäuser Straße: Ausweichstrecken sind voll - Autofahrer brauchen Geduld
Sperrung Leveringhäuser Straße: Ausweichstrecken sind voll - Autofahrer brauchen Geduld

Kommentare