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Die ehemalige Zeche Ewald in Herten ist eine Attraktion für Radler im Ruhrgebiet: Die umliegenden Halden bieten einen tollen Ausblick auf die Industrieregion und bieten eine tolle Kulisse für Schnappschüsse.

Heft mit 15 Routen

Im Ruhrgebiet sollen Radfahrer auf ihre Kosten kommen

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REGION - Das Ruhrgebiet will zur beliebtesten Radreiseregion Deutschlands aufsteigen: Ein neues Heft mit 15 neuen Routen bietet Tipps für Familien, Senioren – oder auch sportliche Mountainbiker.

Sie klingen wie echte Geheimtipps: „Haldenglück“, „Kanalpassage“, „Revierwasser“ – mit griffigen Bezeichnungen für neue Routen können Radtouristen das Ruhrgebiet neu entdecken. Insgesamt 15 ausgearbeitete Touren stellt die Ruhr Tourismus GmbH (RTG) jetzt in einem neuen Bändchen vor: elf Rundkurse, vier Streckentouren und eine Mountainbike-Runde. Die Strecken können ab sofort befahren werden – und das ist ein tolles Angebot für alle, die die Vielfalt des Reviers erkunden wollen!

Dabei haben die Vorzüge des Ruhrgebiets mittlerweile schon viele Touristen erkannt: Nach einer Erhebung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) rangierte die Industrielandschaft zwischen Rhein, Ruhr und Lippe schon 2018 auf Platz vier der beliebtesten Radreiseregionen. „Mit der Blechmedaille wollen wir uns nicht zufriedengaben“, sagte Axel Biermann von der Ruhr Tourismus GmbH, als er jüngst in Essen die neue Saison einläutete. „Jetzt treten wir mächtig in die Pedale, um eine Spitzenposition in Deutschland zu erobern“, kündigte er an.

1200 Kilometer langes Radwegenetz

Womit kann die Region punkten? „Das Radwegenetz umfasst heute rund 1200 Kilometer – und unser Alleinstellungsmerkmal, die zahlreichen Industriedenkmäler, sind optimal angebunden“, betont Axel Biermann. Außerdem sind die meisten Touren für Familien mit Kindern oder auch Senioren geeignet, denn sie wurden überwiegend autofern, kreuzungsarm und ohne große Anstiege geplant. Natürlich lädt er auch die Revierbürger ein, ganz individuell von der eigenen Haustür aus zu starten.

Der Verlauf der Strecken ist durch ein kürzlich eingeführtes Knotenpunktsystem gekennzeichnet, das sich die Macher in den Niederlanden abgeguckt haben. Zwischen Wesel und Hamm werden die Radler mit rund 300 Knotenpunkten durchs Radrevier geleitet. Dort findet man nützliche Infotafeln mit Umgebungskarte, an denen man sich orientieren kann – etwa über Sehenswürdigkeiten in der Nähe, Restaurant-Tipps oder Verpflegungsstationen für eine Erfrischungspause. Wer mag, kann sich die Tourdaten auch auf sein Fahrradnavi laden.

Das Tourenheft und ein Kartenset im Maßstab 1:35.000 deckt das Radwegenetz im Ruhrgebiet ab. Es ist für 19,95 Euro im Buchhandel erhältlich.

Das reichhaltige Radler-Angebot hat die RTG übrigens einer großzügigen EU-Förderung zu verdanken: Brüssel fördert Ausstattung und Werbung bis zum Jahr 2021 mit 1,9 Millionen Euro. Danach muss sich das Projekt selbst tragen, weiß Axel Biermann. Aber warum sollte das, was der „Ruhrtal-Radweg“ und die „Römer-Lippe-Route“ schon geschafft haben, nicht erneut gelingen? Das Revier bietet Spannung genug.

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