Heiraten? Lieber gut angezogen!

Brautkleider: Hochzeitstrends im Jahr 2018

DORTMUND - Brautkleid bleibt Brautkleid bleibt Brautkleid. Autsch, meine Zunge! Aber im Ernst: Wer ein Brautkleid sucht, findet hier, was er wissen muss.

Als Bettina Nette-Sieben vor zwölf Jahren in Dortmund ihr Brautmoden-Geschäft La Promessa eröffnete, wollten die Frauen an ihrem großen Tag aussehen wie eine Prinzessin. Mit weit ausgestellten, wallenden Kleidern, glitzernden Details und langen Schleiern.

Heute, im Jahr 2018, sagt Bettina Nette-Sieben, möchten sich Bräute nicht mehr in großen, schweren Roben kasteien. Leichte, fließende Kleider sind gefragter denn je.

Das wünscht die Braut von heute

In ihrer Boutique am Westfalendamm stehen 1300 Kleider zur Auswahl. Darunter sind ganz klassische Modelle, aber auch die neusten Kollektionen der Brautmoden-Anbieter. Sie weiß, was angesagt ist.

1. Die Farbe

Die allermeisten Bräute wollen in Weiß heiraten, sagt Bettina Nette-Sieben. Die meisten entscheiden sich aber nicht für Schneeweiß, sondern den Ton Ivory, elfenbeinfarben. "Das ist wärmer zur Hautfarbe und sieht wertiger aus", sagt die Fachfrau.

Farbe wird dezent eingesetzt. Zum Beispiel durch puder- oder cappuccinofarbene Unterstoffe, die ganz leicht durch den elfenbeinfarbenen Tüll oder die Spitze durchscheinen.

2. Die Schnitte

Bei "Fit?n Flare" sind die Kleider bis zu den Oberschenkeln sehr schmal geschnitten und fallen dann gerade nach unten. Beim Meerjungfrauen-Schnitt sind sie sogar bis zum Knie eng geschnitten und werden dann erst weit.

"Diese Schnitte verzeihen allerdings nichts", sagt Bettina Nette-Sieben. Sie stünden oft nur großen und schlanken Frauen. Nie aus der Mode kommt die A-Linie, die jeder Figur steht: Diese Kleider sind bis zur Taille eng geschnitten und werden dann immer weiter. Beliebt sei momentan die I-Linie: ein gerade fallender Schnitt, der die Taille kaum betont.

3. Die Stoffe

Die Stoffe sind leicht und fließend. "Spitze ist ein ganz großes Thema", sagt Bettina Nette-Sieben. Immer noch. Das hält sich schon seit ein paar Jahren. Meistens wird sie mit weichem Tüll kombiniert.

Auch Chiffon und Crèpe Georgette (zartes Gewebe aus Seide) seien beliebt. Satin und Taft dagegen immer weniger.

4. Die Stile

Die neuesten Brautkleider stecken voller kleiner, oft verspielter Details, die das Kleid ganz besonders machen. "Es geht um Individualität", sagt Bettina Nette-Sieben. Beliebt seien auch Vintage-Kleider im Hippiestil und komplette Spitzenkleider.

5. Die Details

Das Dekolleté wird betont oder der Rücken oder beides. Dabei werde vor allem mit tiefen Ausschnitten und Transparenz gearbeitet. Beim Tattoo-Effekt zum Beispiel liegen zierliche Spitzendetails auf hautfarbenem Tüll, der kaum zu sehen ist.

6. Die Accessoires

Bräute, die kirchlich heiraten, entscheiden sich meistens für einen Schleier - ob er lang oder kurz ist, hänge meistens vom Kleid ab, sagt Nette-Sieben. Die Schleier seien simpel, aus sehr weichem Tüll ohne Abschlusskanten und Verzierungen.

Alternativ seien nach wie vor Blumenkränze und Haarreifen mit Applikationen im Trend. Die Haare würden locker gesteckt oder geflochten.

Beim Schmuck rät Bettina Nette Sieben: "Weniger ist mehr. Die Details an den Kleidern reichen oft aus", sagt sie. Bei den Schuhen sollten die Frauen den Fokus auf Bequemlichkeit legen. Schließlich müsse man es stundenlang darin aushalten. Selbst weiße Sneaker mit Spitze seien völlig in Ordnung.

3 Extra-Tipps für die Brautkleidsuche

1. Bettina Nette-Sieben rät, sieben bis acht Monate vor der Hochzeit mit der Suche zu beginnen. Die meisten Kleider haben eine Lieferzeit von vier bis fünf Monaten. Zudem müsse noch Zeit für die Änderungen eingeplant werden.

2. Für ein qualitativ hochwertiges Kleid müsse man mindestens 1000 Euro investieren, sagt Bettina-Nette Sieben. Wer eine gewisse Extravaganz wünsche, der müsse damit rechnen, dass auch der Preis entsprechend höher ist.

3. Für ein Beratungsgespräch im Brautmodenladen sollten sich Bräute und Verkäufer zwei bis drei Stunden Zeit nehmen, rät die Fachfrau. Zur Beratung sollten Bräute maximal fünf Personen mitbringen. Sonst gebe es einfach zu viele Meinungen und die Entscheidung für das passende Kleid falle noch schwerer.

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