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In Herne entsteht auf einem alten Zechengelände Großes.

1500 Arbeitsplätze sollen entstehen

Große Pläne: Seilbahn und 1500 Arbeitsplätze sollen auf alten Zechengelände entstehen

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Große Pläne in Herne: Auf dem Zechengelände Blumenthal soll die International Technology World mit einer Seilbahn und 1500 Arbeitsplätzen entstehen.

  • Herne und das Ruhrgebiet wollen ein altes Zechengelände entwickeln.
  • Die "International Technology World" könnte 1500 Arbeitsplätze bringen.
  • Eine Seilbahn könnte das Gelände an den öffentlichen Nahverkehr anbinden.

Herne - Das Ruhrgebiet baut nach und nach seine alten Industriebrachen zurück und lässt dort neue Branchen mit neuen Arbeitsplätzen entstehen. Der Ruhri kennt das Prozedere als "Strukturwandel". Eine der wohl interessantesten aktuell nicht genutzten ehemaligen Industrieflächen im Ruhrgebiet befindet sich mitten im Herzen des Potts - auf dem Gelände der ehemaligen Zeche General Blumenthal in Herne.

Herne: Alte Industriefläche bringt Ruhrgebiet mindestens 1500 Arbeitsplätze

Die Stadt plant dort auf einer Fläche so groß wie 40 Fußballfelder die "International Technology World", berichtet RUHR24.de*. Was sich hochmodern anhört, soll am Ende auch hochmodern sein. Bis zu 1500 neue Arbeitsplätze könnten dort künftig entstehen, wenn sich neue Unternehmen ansiedeln. 

Spannend: Zwischen dem Areal und dem Hauptbahnhof Wanne-Eickel plant die Stadt eine Seilbahn - so zumindest die aktuelle Vision. Sie soll 1200 Meter lang sein und laut Stadt im Rahmen ihres Mobilitätskonzeptes auf andere Stadtteile erweitert und konzeptionell in einen klimafreundlichen öffentlichen Nahverkehr integriert werden. Auch andere Städte im Ruhrgebiet planen Seilbahnen als Erweiterung für den Nahverkehr - etwa auch Dortmund.

Herne will Forschung, Entwicklung und Produktion an einem Ort

Und was passiert auf dem Gelände? Die Stadt Herne will dort Hochschulforschung, technologische Entwicklung und industrielle Produktion an einem Ort bündeln. "Es soll ein branchenübergreifender Mix angesiedelt werden, der möglichst krisenfest Wertschöpfung generiert", heißt es dazu von der Stadt Herne.

Während mindestens 1500 neue Arbeitsplätze natürlich auch Büros, Labore und Produktionshallen benötigen, will Herne mindestens die Hälfte der Fläche bepflanzen. Landschaft, Wald, Gründächer oder Wasserflächen sind geplant.

Ruhrgebiet bekommt riesige Gebäude auf "International Technology World Herne"

Was die Bebauung des Areals betrifft, ist der Bau einer Tech Hall mit Studiengebäuden, Gebäuden für Unternehmen und Start-Ups sowie Workshops, Institute, zentralen Mensen, Verwaltungen und ein Auditorium geplant. In einem von Bestandsgebäuden geprägten Bereich wird lokales und regionales Handwerk Platz finden.

Herne bekommt großen Multi-Turm

Weit sichtbar sein könnte der sogenannte Multi-Turm. "Hier sind Kongress- und Co-Workingflächen, ein Shared-Service-Center, ein Boardinghouse, ein Hotel, Wohnungen sowie ein Skyclub mit Lounge denkbar", heißt es von der Stadt Herne. Zudem ist eine sogenannte "Passarelle" geplant - eine  multifunktionale Produktionsstätte für High-Tech-Technologien. Sie soll 600 Meter lang, 40 Meter breit und sechs Geschosse hoch sein.

In Herne entsteht die "International Technology World Herne".
In Herne entsteht die "International Technology World Herne".

Hört sich alles gut an, aber wer finanziert das Ganze? Immerhin gehört das überschuldete Herne zu den Kommunen, die sich im Stärkungspakt befinden, hat also einen harten Sanierungskurs eingeschlagen. Das fehlende Geld muss also eingeworben werden. Die aktuell auf einen dreistelligen Millionen-Betrag geschätzten Kosten für die "International Technology World" will die Stadt aus einem Mix aus Mitteln aus dem Strukturstärkungsgesetz, Fördermitteln von Land und Bund sowie von privaten Investoren stemmen.

Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda ist sich der Tragweite des Projekts bewusst: "Ja, unsere Ziele sind ambitioniert", sagt der SPD-Mann und ergänzt: "Herne und das Ruhrgebiet sind bereit dafür."

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital Redaktionsnetzwerks.

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