Hochschul-Weltmeisterschaften im Rudern

TU-Student rudert bei den Hochschul-Weltmeisterschaften in Shanghai

Dortmund - Vormittags eine Klausur, nachmittags in den Flieger nach Shanghai. Der Maschinenbau-Student Marc Leske tritt am Wochenende bei der Hochschul-Weltmeisterschaft in Shanghai im Rudern an.

Der TU-Student Marc Leske tritt mit seinem Team-Kollegen Jakob Gebel im Zweier bei der Hochschul-Weltmeisterschaft im Rudern in Shanghai an. Sie kennen sich aus dem Bundeskader und sind gespannt, was sie bei der WM in Asien erwartet. Das dortige Klima und die unbekannten Boote, die allen Athleten zur Verfügung gestellt werden, könnten zu einer Herausforderung werden, schätzt Leske.

Zudem seien die Teilnehmerlisten noch nicht veröffentlicht, so könne man die Konkurrenz noch nicht richtig einschätzen. Jedoch freut sich der 22-Jährige auf die Zeit in Shanghai, insbesondere auf das Zusammenleben und die Aktivitäten mit den anderen Sportlern aus der ganzen Welt. Am Dienstagnachmittag (7. 8.) startet der Flieger des Studenten nach Shanghai. Vormittags muss er noch eine Klausur schreiben.

Zu groß fürs Leistungssegeln

Marc Leske studiert an der TU Dortmund Maschinenbau und betreibt gleichzeitig Rudern als Leistungssport, obwohl das Segeln zuvor seine Leidenschaft war. Doch es stellte sich früh heraus, dass der Maschinenbau-Student mit 1,99 Metern zu groß ist, um im Leistungsbereich segeln zu können. Die Ruderer in den Booten des Crefelder Ruder-Clubs, die er auf dem Elfrather See zuvor noch beim segeln gesehen hatte, waren alle groß: "Dann habe ich mich beim Verein einfach mal vorgestellt."

Jetzt rudert Leske bereits seit neun Jahren und seit fünf Jahren ist er Mitglied im Bundeskader und konnte schon einige Erfolge "errudern": 2013 und 2014 wurde er Juniorweltmeister, 2015 und 2016 holte er die Bronze-Medaille.

Zuletzt musste er jedoch bei der U23-WM in Polen einen vierten Platz hinnehmen. Aber so sei das im Leistungssport. Man könne nicht immer gewinnen, sagt Leske.

Ein normaler Wochentag startet für Marc Leske gegen 7.30 Uhr mit der ersten Rudereinheit auf dem Dortmund-Ems-Kanal. Nach einem anschließenden Frühstück im Budesstützpunkt Dortmund, geht es in die Lehrveranstaltungen an der TU Dortmund. Ab 14 Uhr dann ein zweites Training.

Lernen für die anstehenden Klausuren oder eine Hausarbeit schreiben, kommt noch hinzu. "Man muss schon sehr diszipliniert sein, um Studium und Leistungssport unter einen Hut zu bekommen", sagt Leske. Sein Mitruderer Jakob Gebel studiert ebenfalls Maschinenbau, jedoch an der Universität Duisburg-Essen.

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