Hofmärkte in der Nordstadt

Über 100 Stände zwischen Nordmarkt und Hoeschpark

Nordstadt - Die Hofmärkte zwischen Nordmarkt und Hoeschpark locken am Samstag (16. 6.) ab 11 Uhr auch Nordstadt-Unerfahrene an. Und die Veranstalter freuen sich über das rasante Wachstum des außergewöhnlichen Trödels.

Alexander Sbosny legt großen Wert darauf, die Hofmärkte von vergleichbaren Veranstaltungen abzusetzen: "Das hier ist viel mehr als einer der vielen Trödelmärkte, die sich auch in der Nordstadt auftun", versichert der Quartiersmanager. Vielmehr sei die Aktion eine Bereicherung, sowohl für die Menschen in der Nordstadt als auch für alle Dortmunder.

Der immer weiter um sich greifende Trödel-Trend locke schließlich auch Menschen an, die ansonsten einen Besuch eher scheuen. "Und die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Menschen positiv überrascht sind, wenn sie einmal hier sind", sagt Sbosny. Die wenigsten hätten mit so vielen hell gestalteten und mit viel Grün ausgestatteten Innenhöfen gerechnet.

Inspiriert vom Nürnberger Modell

Inspiriert wurde Alexander Sbosny bei einem Besuch im fränkischen Nürnberg. Die Atmosphäre habe ihn sofort begeistert, also wollte er die Idee auch in "seinem" Quartier umsetzen. Ganz neu ist diese Idee allerdings auch für Dortmund nicht. "Ein anderer Veranstalter hat so etwas hier schon gemacht. Aber eben nicht in der Nordstadt."

Normalerweise falle die Wahl auf besser situierte Quartiere wie zum Beispiel das Kreuzviertel. Aber die außergewöhnliche Lage machte eben für den Quartiersmanager den besonderen Reiz aus. "Schließlich sollen die Menschen auch mal die andere Seite des Nordens kennen lernen", meint Sbosny. "Also haben wir es einfach mal ausprobiert. Und es hat funktioniert."

Keine negativen Erfahrungen

Die Zahlen der vergangenen Jahre geben dem Dortmunder Recht: "Angefangen haben wir mit 13 oder 14 Innenhöfen", so Sbosny. "Am kommenden Samstag sind es 41." Negative Erfahrungen seien bisher komplett ausgeblieben. Im Gegenteil: "Eigentlich ist das für uns eine komfortable Veranstaltung, da die Teilnehmer alles in eigener Verantwortung vorbereiten."

Das heißt auch, dass von Jahr zu Jahr neue Ideen dazu kommen. "In diesem Jahr ist zum Beispiel Tante Albert dabei." Das Stadtteilprojekt für urbane Gartenanlagen lockt mit einem DJ an die Albertstraße 8.

Die Besucher können an insgesamt 100 Ständen stöbern. "Und das Angebot ist genauso vielfältig wie die Höfe", versichert Martin Gansau, Büroleiter des Quartiermanagements Nordstadt. "Ich habe von riesigen Plattensammlungen, echter Nordstadt-Kunst, selbstgehäkelten Puppen und der besten hausgemachten Marmelade gehört."

Live-Auftritt von Boris Gott

Zudem wartet in diesem Jahr auch ein kulturelles Glanzlicht auf die Besucher: In der Schlosserstraße gibt Singer/Songwriter Boris Gott um 15 Uhr ein exklusives Gartenkonzert.

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