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Als schlecht, aber verkehrssicher sieht die Stadt den Zustand der Straße.

Am Hombruchsfeld

Straße kaputt: Stadt vertröstet Bürger seit über fünf Jahren

RENNINGHAUSEN - Aufgeplatzter Asphalt, Schlaglöcher und Bodenwellen - die Straße Am Hombruchsfeld hat schon bessere Tage gesehen. 2011 wurde deshalb der Abschnitt zwischen Löttringhauser Straße und Lütgenholthauser Straße saniert. Das zweite Teilstück bis zur Stockumer Straße sollte kurz darauf folgen. Doch die Stadt vertröstet Bürger seit mehr als fünf Jahren.

Anwohner Gregor Boeven ärgert sich über den Stillstand am Hombruchsfeld. „Der Zustand ist katastrophal. Ich kenne noch die alten DDR-Straßen zur Zeit der Wende. Das ist durchaus vergleichbar“. Dagegen sei die kürzlich sanierte Löttringhauser Straße in viel besserem Zustand gewesen.

Boeven hat deshalb beim Tiefbauamt nach dem aktuellen Stand der Planung gefragt. Im Jahr 2018 solle der Ausbau erfolgen, so die Antwort. Er ist allerdings nicht die erste Prognose, die das Tiefbauamt abgibt.

Erst hieß es 2014, dann 2016 - doch nie passierte etwas

Bereits im Sommer 2012 hatte Bezirksbürgermeister Hans Semmler die Behörde im Auftrag eines Anwohners angeschrieben. Die Erneuerung der beiden Abschnitte sollte im Jahr 2014 erfolgen, lautete damals die Antwort. Passiert ist aber nichts.

2015 fragte er erneut nach. „Anfang 2016“, so die nächste Prognose des Tiefbauamtes sollte zunächst der Kanal erneuert werden und anschließend die Straße erneuert werden. Es passierte: wieder nichts.

Immer wieder verschoben

Im Sommer dieses Jahres wandte sich Boeven an das Amt und fragte, wann die Sanierung geplant sei. „Da auch der Kanal in diesem Bereich sanierungsbedürftig ist, erfolgt eine gemeinsam abgestimmt Baumaßnahme. Derzeit werden die Ausschreibungsunterlagen erarbeitet, so dass im nächsten Jahr die Maßnahme durchgeführt werden kann“, teilte die Behörde mit. Die Straße sei in einem „sehr schlechten baulichen, aber verkehrssicheren Zustand“.

Das sieht Gregor Boeven anders. „Ich muss hier täglich herfahren und halte den Zustand inzwischen für gefährlich“, sagt er. Auch die Kommunikationspolitik der Stadt findet er „unter aller Sau“. Man könne die Bürger ja auch mal vorab informieren, findet er.

Straßensanierung fiel aus Erneuerungsprogramm

Aber warum die Verzögerung? „Die Sanierung war ursprünglich im Straßengrunderneuerungsprogramm vorgesehen. Da aber andere Maßnahmen teurer wurden, konnte die Straßensanierung mit diesem Programm nicht umgesetzt werden“, erklärte Stadtsprecherin Heike Thelen auf Anfrage dieser Redaktion.

Ein Gremienbeschluss werde zur Zeit vorbereitet, um den Baubeginn Mitte 2018 zu ermöglichen.

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