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Aus am Ickerottweg: 60 Mitarbeiter des Bergbauzulieferers Kolk müssen sich neue Jobs suchen.

Ickerottweg

Investoren für Kolk sind abgesprungen

RECKLINGHAUSEN - Das letzte Kapitel in der 63-jährigen Geschichte der insolventen Maschinenbau Kolk GmbH aus Suderwich hat begonnen: Derzeit werden Maschinen und Inventar verkauft und versteigert. 60 Mitarbeiter müssen sich neue Jobs suchen.

Die Investoren, die den Bergbauzulieferer übernehmen wollten, sind abgesprungen. Der Betriebsrat spricht von einer „Nacht- und Nebelaktion“. Nun wird die Fima abgewickelt. Seit Januar sind die Angestellten freigestellt – ohne Bezüge. 1956 wurde die Maschinenbau Kolk GmbH als „Spezialunternehmen für die Bergbautechnik“ gegründet. Das Zechensterben setzte der Firma zu. Aufträge aus dem Tunnelbau sollten frisches Geld und eine Perspektive bringen. Doch diese Rechnung ging offenbar nicht auf.

Nach Angaben des Betriebsrates habe es noch Aufträge gegeben, die erst zum Teil abgearbeitet worden seien. Doch bereits Anfang Januar zog die Insolvenzverwalterin Britta Hoff die Reißleine. Die abgesprungenen Investoren möchten sich derzeit nicht äußern. Vor dem Auftauchen der nun abgesprungenen Investoren war bereits ein anderer Plan gescheitert. Nach der Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens im vergangenen Juli hatte die Belegschaft erwogen, die Firma selbst zu übernehmen. Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) war schon gegründet worden. Doch am Ende mangelte es an finanziellen Mitteln, um den Betrieb in Eigenregie fortzusetzen.

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