Industriekultur

Landesförderung macht Veranstaltungshalle im alten Salzlager der Kokerei Hansa möglich

Das Land stellt für die Sanierung und den Umbau von Salzlager und Salzfabrik der früheren Kokerei Hansa in Huckarde weitere 7 Millionen Euro bereit. Es gibt große Pläne.

Die Akustik im alten Salzlager der Kokerei Hansa ist hervorragend. Das konnten schon die Besucher bei der letzten "Extraschicht", der Nacht der Industriekultur, im Juni hören, als in der eindrucksvoll illuminierten Halle Harfenklänge ertönten. Das Hörerlebnis erhöhte noch einmal die Vorfreude auf die Verwandlung des Salzlagers in eine Veranstaltungshalle.

Und dieses lang gehegte Ziel ist nun ein Stück näher gerückt: Regierungspräsident Hans-Josef Vogel hat einen Förderbescheid über 6,95 Millionen Euro an die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur überreicht, die die Kokerei Hansa betreibt. Das Land unterstützt damit aus seinem Städtebau-Förderprogramm den weiteren Umbau des Denkmals auf der Kokerei Hansa.

Die Arbeiten am Salzlager laufen bereits seit 2014, 2,5 Millionen Euro sind seitdem in die Sanierung geflossen. Im ersten Bauabschnitt wurde das Dach erneuert und die Außenfassade. Im zweiten Abschnitt, der in diesem Jahr beendet wurde, bekam die Halle einen Betonboden. Außerdem wurden sämtliche Maschinen und Förderbänder gereinigt und konserviert.

Geld für Sanierung und Umbau

Mit den jetzt bewilligten knapp 7 Millionen Euro an Fördermitteln wird nun auch die Dach- und Fachsanierung der angeschlossenen ehemaligen Salzfabrik ermöglicht. Anschließend kann der gesamte Gebäudekomplex aus Salzlager und Salzfabrik nebst Abtreiberbühne "für die öffentliche Nutzung als Gemeinbedarfseinrichtung für soziale und kulturelle Zwecke", hergerichtet werden, wie die Bezirksregierung offiziell mitteilt.

Soll heißen: Es beginnt der Umbau zu einem Veranstaltungssaal, der Platz für bis zu 1200 Zuschauer bietet und unter anderem für die Ruhrtriennale genutzt werden soll. Dazu entstehen nach dem Konzept des Essener Architekturbüros Heinrich Böll auch Anbauten für Garderoben, Toiletten und Gastronomie unter einer Rohrbrücke an der Ostseite. Die alte Salzfabrik wird zum Foyer.

Die gesamten Sanierungs- und Umbaukosten inklusive aller technischer Einrichtungen wurden zuletzt auf 12 bis 15 Millionen Euro beziffert. Der Großteil ist mit der jetzt zugesagten Landesförderung gesichert. Einen konkreten Zeitplan gibt es noch nicht.

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