Inklusion

Das Klinikum Dortmund sammelt mit einem Kinder-Kalender Geld für den guten Zweck

Die Fotografin Steffi Kirstenpfad hat für den "Lieblingsmensch"-Kalender Kinder mit und ohne Handicap vor die Linse gebracht. Ihr Geheimnis für gute Fotos ist dabei ganz einfach.

Auf den Fotos von Steffi Kirstenpfad scheint alles so locker: Kinder mit und ohne Handicap spielen zusammen, haben Spaß, lachen miteinander. Ohne Scheu oder Vorurteile gehen sie miteinander um. Dabei habe ein gehöriges Maß an Arbeit dahinter gesteckt, gesteht die selbstständige Fotografin.

Ein halbes Jahr hat die 46-Jährige in den "Lieblingsmensch"-Kalender für das Klinikum Dortmund gesteckt. Sie musste Ideen für gute Fotomotive und auch geeignete Kulissen finden. Wobei sich Steffi Kirstenpfad bei Letzterem schnell festlegen konnte: "Ich bin ein Dortmunder Mädchen und liebe meine Heimat. Deshalb mussten es Dortmunder Orte sein."

Die nötige Ruhe ist wichtig

Gleichzeitig war es ihr aber auch wichtig Abwechslung in den Fotos zu schaffen, zumal es ihre dritte Ausgabe des "Lieblingsmensch"-Kalenders ist. Daher hat Kirstenpfad auch bereits einige Erfahrung mit einer der größten Herausforderung für viele Fotografen: Das Fotografieren von Kindern. "Natürlich werden die Kinder schneller müde, sind launisch und fangen an zu quengeln. Da braucht man viel Zeit und Ruhe um gute Aufnahmen zu bekommen." Wenn der Fotograf ungeduldig werde, würden die Kinder das sehr schnell merken und dann nicht mehr mitmachen.

Kinder mit Handicap reagieren oft besonders empfindlich auf Stress und Anspannung. "Natürlich ist es manchmal schwieriger. Da muss man dann einfach die Ruhe selbst sein", sagt Kirstenpfad. Und sie weiß, von was sie spricht, ist sie doch selbst Mutter einer 5-jährigen Tochter mit Trisomie 21.

Einnahmen gehen an das Sonderpädagogische Zentrum

Daher habe sie sich für jedes einzelne Foto auch einen ganzen Tag Zeit genommen - eine absolute Seltenheit für Fotografen. Doch sollten schließlich für den neuen "Lieblingsmensch"-Kalender auch richtig gute Fotos entstehen. Ihre kleinen Modelle hatte die Fotografin übrigens aus dem näheren Umfeld rekrutiert. Bekannte, Freunde aus dem Kindergarten ihrer Tochter und auch Kinder aus dem Sozialpädiatrischen Zentrum des Klinikums (SPZ) können sich auf den zwölf Seiten des Kalenders wieder entdecken.

Die Einnahmen des auf 300 Stück limitierten Kalenders gehen komplett an das SPZ. Hier werden Kindern und Jugendliche mit neurologischen Erkrankungen und Behinderungen in ihrer geistigen, Körperlichen und seelischen Entwicklung behandelt. Einen Schwerpunkt hat die Einrichtung auf der frühzeitigen Erkennung von Entwicklungsrisiken sowie dem Einbezug der Familien der Betroffenen.

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