Innenstadt

200 Streikende in Dortmund: Beschäftigte von Tedi, Amazon und anderen fordern faire Löhne

Hunderte Mitarbeiter von Einzelhandelsunternehmen wie Tedi, Amazon, Obi und Douglas haben am Mittwoch gestreikt. In Dortmund gab es eine große Kundgebung an der Katharinentreppe.

Bald beginnt die Tarifrunde im Einzelhandel in NRW: Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Beschäftigten 6,5 Prozent mehr Lohn. Davon würden aber nur Beschäftigte profitieren, deren Unternehmen nach Tarif zahlen. Das tun etwa Amazon, Douglas, die Tedi-Tochter DLG und Karstadt Sports nicht. Dagegen protestierten am Mittwoch (17. 4.) rund 200 Beschäftigte an der Katharinentreppe in der Nähe des Dortmunder Hauptbahnhofs. Auf Reden und Musik folgte ein kurzer Demo-Zug durch die City.

"Wir arbeiten wie Rennpferde und werden bezahlt wie Ackergäule"

Dem Verdi-Aufruf zum Streik schlossen sich aus Dortmund Beschäftigte der Tedi-Tochter DLG (sie streikten bereits am Dienstag am Zentrallager) sowie rund 50 Mitarbeiter von Karstadt Sports an. Das Unternehmen hat die Tarifbindung 2013 verlassen. Dadurch habe sie seither rund 12.000 Euro verloren, sagt Karstadt-Sports-Mitarbeiterin Kornelia Selchow-Kersching (60). "Wir arbeiten wie Rennpferde und werden bezahlt wie Ackergäule", sagt sie. Sie verdient monatlich über 300 Euro weniger als nach Tarif bezahlte Verkäufer im Einzelhandel.

Unternehmen wie Tedi betonen, dass fehlende Tarifbindung nicht unbedingt bedeute, dass Mitarbeiter weniger verdienen würden als nach Tarif bezahlte Beschäftigte.

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