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Interkommunale Grundausbildung der Feuerwehr am Standort Marl. 010419, Foto: Thomas Fiekens

Interkommunale Zusammenarbeit

Brandmeisteranwärter starten in die Ausbildung

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KREIS RE - Hier funktioniert interkommunale Zusammenarbeit: 32 Brandmeisteranwärter aus mehreren Städten starten in die 18-monatige Grundausbildung mit Schwerpunkten in Recklinghausen und Dorsten.

Interkommunale Zusammenarbeit ist in aller Munde. „Es wird viel geredet, hier wird das gelebt“, stellt Oer-Erkenschwicks Bürgermeister Carsten Wewers fest. Als er das sagt, steht er mit Amtskollegen und Dezernenten aus dem Kreis Recklinghausen und Kamen in der Marler Feuer- und Rettungswache, um 32 Brandmeisteranwärter zur Grundausbildung zu begrüßen. Es ist der vierte interkommunale Lehrgang, in den die zukünftigen Brandschützer am Montag gestartet sind – 31 Männer und eine Frau. Die Brandmeisteranwärter werden in den nächsten 18 Monaten schwerpunktmäßig in Recklinghausen und Dorsten ihr Fachwissen erwerben.

„Wir haben gute Erfahrungen mit der Ausbildung im großen Verbund gemacht“, macht Marls Bürgermeister Werner Arndt bei der Begrüßung der Anwärter deutlich. Ein Beleg dafür: Zum zweiten Mal gibt die Werksfeuerwehr des Chemieunternehmens Rüttgers aus Castrop-Rauxel Brandmeisteranwärter in die Ausbildung, erstmals ist in diesem Jahr auch die Feuerwehr Kamen mit von der Partie.

Beruf und Berufung müssen zusammenfallen

Es wundert nicht, dass von den Brandmeisteranwärtern schon etliche in Löschzügen der freiwilligen Wehren oder gar der Jugendfeuerwehr Erfahrungen gesammelt haben. Es sind Anwärter darunter, die schon lange in anderen Branchen gearbeitet haben und nun bereit sind, für die Laufbahnprüfung im September 2020 noch einmal die Schulbank zu drücken, sich Praxistests zu stellen – und sogar finanzielle Einbußen in Kauf zu nehmen. Beim Lehrgangsstart 2017 war noch Thema, dass eine Ausbildungsvergütung von rund 1000 Euro im Monat qualifizierte Bewerber mit Familien oder gerade gekauftem Häuschen eher schreckt als lockt – das ist längst Vergangenheit, auch wenn mit 1900 Euro das Geld nicht üppig fließt.

„Es ist eben kein Beruf wie jeder andere – Beruf und Berufung müssen zusammenfallen. Man muss sich auf andere verlassen können“, sagt Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff zur Begrüßung der Anwärter. Auch sein Recklinghäuser Kollege Christoph Tesche macht klar, dass er weiß, worum es nicht zuletzt geht: „Bei allem regen Austausch zwischen den Feuerwehren, der ja den Städten und ihren Bürgern zugute kommt – ich wünschen Ihnen allen, dass Sie von ihren Einsätzen gesund zurückkommen.“

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