Kampfmittelräumdienst

Sprengmeister räumten rund 2800 Bomben in NRW

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Kampfmittelräumer in Nordrhein-Westfalen haben 2018 unter anderem wegen der anhaltend guten Baukonjunktur deutlich mehr Arbeit gehabt als im Vorjahr. Die Zahl der unschädlich gemachten Bomben stieg nach Angaben des NRW-Innenministeriums von knapp 2000 im Vorjahr auf gut 2800 Bomben.

Das entspricht etwa 45 Prozent. 290 waren größere Bomben mit mehr als 50 Kilogramm, die wegen ihrer Sprengkraft meist vor Ort entschärft oder kontrolliert gesprengt werden. Dabei habe es keine Unfälle gegeben, teilte eine Ministeriumssprecherin mit. Bei der Entdeckung von Munition seien vier Menschen verletzt worden. Während des Zweiten Weltkriegs sind nach Ministeriumsangaben zwischen 1939 und 1945 allein 675 000 Tonnen Sprengstoff auf Nordrhein-Westfalen abgeworfen worden sein. Dazu komme die Munition durch Kämpfe am Boden. Nicht alles sei detoniert, vieles sei im Boden geblieben. Der Kampfmittelräumdienst prüfte im vergangenen Jahr rund 34.000 Mal im Vorfeld von Baumaßnahmen, ob noch Bomben, Granaten, Minen oder weitere Sprengmittel im Boden sind. Für die Kampfmittelbeseitigung gab das Land 2018 mit 22 Millionen Euro drei Millionen Euro mehr aus als im Vorjahr.

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