Kampstraße

Abriss des Karstadt-Technikhauses startet im Januar

Dortmund. - Während im Modehaus Boecker der Räumungsverkauf läuft, tut sich gleich nebenan an der Kampstraße endlich etwas in dem seit Jahren leer stehenden früheren Technikhaus von Karstadt. Das hat jedoch wiederum negative Konsequenzen auf den Umbau der Kampstraße zum Boulevard.

Der Investor aus Frankfurt, die Base-Camp-Group, schickt im Januar erste Abbrucharbeiter in das ehemalige Technik-Haus von Karstadt. Bekanntlich soll das seit Jahren leer stehende Gebäude aus den 1960er-Jahren abgerissen werden und somit Platz machen für einen Neubau mit einem Nutzungsmix aus Läden, Studentenappartements und Restaurants.

Bei Boecker läuft der Ausverkauf

Gleich nebenan, an der Kampstraße 5, läuft seit ein paar Tagen und noch bis Mitte Februar der Räumungsverkauf im Modehaus Boecker. Wie berichtet, verlieren über 30 Angestellte ihre Jobs. Die Boecker-Flächen, insgesamt 6700 Quadratmeter, gehören dem selben Eigentümer wie das frühere Technik-Haus.

Der zuständige Mitarbeiter von Base Camp war allerdings nicht erreichbar für die Redaktion, um Fragen zu möglichen Nachmietern von Boecker zu beantworten. Gerüchteweise könnte ein großer Sportgeschäft-Filialist nach Geschäftsaufgabe von Boecker die Flächen an der Ecke Kamp- und Hansastraße beziehen.

Abriss von Karstadt-Technik beginnt im Frühjahr

Der Nachbar, das frühere Karstadt-Technik-Haus, sollte längst abgerissen sein. Jan Herrmann vom Investor Base Camp sagte auf Anfrage der Redaktion, mit Rücksicht auf den Dortmunder Weihnachtsmarkt hätten sich die Arbeiten verschoben. Nach Abbrucharbeiten im Inneren des Gebäudes wird die Abrissbirne erst im Frühjahr sichtbar für alle Anwohner und Passanten zum Einsatz kommen.

Bis 2020 soll dann anstelle des Technikhauses ein siebengeschossiger Neubau mit bis zu 430 Studenten-Appartements, Laden- und Gastronomieflächen entstehen. Durch den Neubau verzögert sich erneut der Weiterbau am Boulevard Kampstraße.

Gute Job-Perspektiven für gekündigte Boecker-Verkäuferinnen

Seit Jahren beklagen Geschäftsleute entlang der Kampstraße, sie seien durch den stockenden, immer wieder verschobenen Ausbau zum Boulevard abgehängt von der positiven Entwicklung innerhalb des Wallrings. Auch Massimo Giazzi, Geschäftsführer der Crossover GmbH, dem Inhaber von Boecker, klagte immer wieder über fehlende Kundenfrequenz aufgrund der unschönen Straßenzustände an der Kampstraße. So sacken die Gehwegplatten vor dem Modehaus Boecker seit Jahren immer wieder bedrohlich in die Tiefe und müssen repariert werden.

Die Einstellungschancen für die gekündigten Verkäuferinnen von Boecker sollen nach Auskunft der Agentur für Arbeit gar nicht so schlecht sein, aufgrund der anhaltend starken Konjunktur. Gute Perspektiven, so Sprecher Thomas Terhorst, könnten sich unter anderem demnächst durch die Neueröffnung des Kaufhauses Dustmann in Hombruch ergeben.

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