Karneval 2018 in Dortmund

Die Narren übernehmen das Sagen in der Stadt

Dortmund - Die Damen haben am Donnerstag vorgelegt, ab Samstag ist Dortmund fest in närrischen Händen. Mit dem Rosenmontagsumzug steht der karnevalistische Höhepunkt bevor. Dortmund soll ein Tollhaus werden.

Die Narren haben seit 11.11 Uhr das Sagen in der Stadt übernommen. Wir haben die wichtigsten Infos zum närrischen Treiben zusammengefasst - inklusive Wetter und Sicherheitsvorkehrungen:

Schlüsselübergabe

Stadtdirektor Jrög Stüdemann hat am Samstag (10.2.) um 11.11 Uhr den Stadtschlüssel rausgerückt und an das Prinzenpaar Dirk III. und Nadja I. sowie das Kinderprinzenpaar Leon I. und Dilara I: übergeben. Nun regieren die Narren für das lange Wochenende ganz offiziell die Stadt - und wollen aus Dortmund ein jeckes Tollhaus machen.

Rosenmontagszug

Der Zug: 24 Wagen, 22 Fußgruppen, 2 Musikzüge, 5 bis 6 Tonnen Kamelle. Verglichen mit den Umzügen in Köln und Düsseldorf ist das wenig. Zumindest was die Zahlen angeht. Herzblut stecken die Narren in Dortmund trotzdem ziemlich viel in ihren Rosenmontagsumzug (12.2.), der dieses Jahr diesen Titel hat: "Die Groko kommt wie jedes Mal, genauso wie der Karneval."

Mit ihren Wagen nehmen die Karnevalisten aktuelle politische und gesellschaftliche Themen auf die Schüppe. Die KG Rot-Gold Wickede hat einen Wagen zum Thema Fake News. Auch US-Präsident Donald Trump wird "gewürdigt". Das Motto der KG Rote Funken: "Wenns Twitter-Vöglein massiv kotzt, hat Trump mal wieder rumgemotzt". Die KG Grün-Gold Scharnhorst wiederum widmet ihren Wagen den Baustellen in Dortmund - Stichwort: Umleitung.

Dirk III. und Nadja I. bilden das Schlusslicht des Zuges und winken und jubeln den Narren am Straßenrand vom allerletzten Wagen zu. Das Kinderprinzenpaar feiert auf Wagen 15.

Mit dabei sind dieses Mal auch Gäste aus Weil am Rhein: Die Zinke Waggis bringen Guggemusik und verwegene Masken aus der alemannischen Fastnacht mit.

Ansonsten, sagt Walter Buchholz, Präsident des Festausschusses Dortmunder Karneval, bleibt alles wie immer - die Karnevalisten setzen auf Bewährtes.

Die Strecke: Am Weg des Umzuges hat sich ebenfalls nichts geändert. Los geht's um 14 Uhr auf dem Festplatz an der Eberstraße und von dort durch die Nordstadt zum Wall. Gegen 16.30 Uhr ist der Umzug zu Ende (siehe Karte).

Die Revue: Auf dem Friedensplatz läuft - wie immer - die karnevalistisch-musikalische Revue. Motto: "Ganz Dortmund schunkelt". Und zwar von 14 bis 18 Uhr. Wenn der Umzug vorbei ist, treffen sich hier noch einmal die Musikgruppen und präsentieren sich vor dem Rathauseingang.

Das Wetter: Ein Eisbär wäre in diesem Jahr eine gute Verkleidung. Denn es soll auch am Montag kalt bleiben. Eine dicke Jacke über oder unter dem Kostüm wäre daher ratsam. Aber: Stürmen (wie vor zwei Jahren, als der Zug abgesagt wurde) und regnen (wie gefühlt immer) beziehungsweise schneien soll's frühestens abends. Ein bisschen Sonne ist auch gemeldet.

Die Sicherheit: "Wir rechnen mit 100.000 bis 150.000 Zuschauern je nach Wetter", sagt Walter Buchholz. Der Rosenmontagsumzug ist in Dortmund eine Großveranstaltung und die bedarf besonderer Sicherheitsvorkehrungen. Ab circa 13 Uhr wird schrittweise die Zugstrecke gesperrt, es gelten Halteverbote, die ausgeschildert sind. Innerhalb des Wallrings gilt an Rosenmontag von 11 bis 18 Uhr ein LKW-Fahrverbot für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen. Die Stadt platziert zudem entlang der Zugstrecke an verschiedenen Einmündungen und Kreuzungen größere Fahrzeuge, um so die Strecke abzusperren. Das Ordnungsamt ist mit verstärkten Kräften ebenso vor Ort wie die Polizei. Sprecher Sven Schönberg sagt: "Die Dortmunder Polizei bereitet sich intensiv auf das bevorstehende Karnevalswochenende vor. Dabei hat die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger für uns höchste Priorität." Die Polizei werde insbesondere offene, aber auch verdeckte Präsenz zeigen, um ihren Beitrag zum Schutz der Menschen sicherzustellen.

Bacchus-Beerdigung:

Die Karnevalssession endet stets an Aschermittwoch - dieses Jahr der 14. Februar. In einer humorvollen Trauerfeier wird im Goldsaal der Westfalenhallen der Bacchus zu Grabe getragen.

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