Karneval in Dortmund

Rosenmontagsumzug ändert seine Strecke und fährt nicht mehr über den Wall

Der Rosenmontag ist für die Narren der Höhepunkt der Karnevalssession. In Dortmund sind sie in diesem Jahr aber herausgefordert: Denn der Umzug kann nicht wie gewohnt über den Wall laufen.

Dass der Rosenmontagsumzug in Dortmund 2019 ausfallen muss, das stand nie zur Debatte. Das stellt Walter Buchholz, Präsident des Festausschusses Dortmunder Karneval, schnell klar. Aber eine große Herausforderung sei die Planung des diesjährigen Umzugs für Dortmunds Karnevalisten in jedem Fall gewesen.

Denn weil der Ostwall nach wie vor eine Großbaustelle ist, kann der Zug nicht wie gewohnt über den Wall laufen. Eine Alternativroute musste her - und die zu finden sei gar nicht so leicht gewesen, sagt Buchholz.

Bis zur Bornstraße ist alles wie immer

Bis sie sich auf die jetzige, geänderte Wegführung geeinigt hätten, seien etliche Ideen verworfen worden. Eines stand schnell fest: Irgendwie doch den Wall mit einzubeziehen, das wäre viel zu aufwendig gewesen. "Und auch das Sicherheitsrisiko war zu groß", sagt Buchholz.

Aufwendig - und vor allem teuer - ist die neue Route auch jetzt noch. Aber unter Berücksichtigung aller Möglichkeiten sei diese nun die beste. Und die sieht so aus: Der Rosenmontagsumzug startet am Montag (4. März) wie gewohnt um 14 Uhr am Festplatz Eberstraße. Bis zur Kreuzung Bornstraße / Schwanenwall verläuft die Strecke wie gewohnt - über die Münsterstraße, Heiligegartenstraße und Bornstraße.

Umzug kreuzt den Westenhellweg

Danach beginnt dann der neue Teil: Statt wie bislang auf den Schwanenwall abzubiegen, läuft der Zug nun über die Kuckelke, die Straße Friedhof (an der Reinoldikirche), die Kampstraße und die Hansastraße, wo der Westenhellweg gekreuzt wird. Der Umzug endet am oberen Ende des Hansaplatzes. Gegen 16.30 Uhr soll die Zugspitze dort ankommen. Die Strecke ist mit 3,8 Kilometern gut 400 Meter kürzer als sonst.

Die karnevalistische Revue als Abschluss des Rosenmontagsumzuges läuft dann wie gewohnt von 14 bis 18 Uhr auf dem Friedensplatz. Die Karnevalskirmes, die schon an Weiberfastnacht beginnt, ist ebenfalls wie gewohnt auf dem Alten Markt und rund um die Reinoldikirche.

Karnevalisten bitten Zuschauer um Mithilfe

Weil die Strecke nun durch die City führe, seien deutlich mehr Absperrungen und Sicherheitskräfte nötig, erklärt Zugleiter Maik Maevus. Deshalb hätten sich die Kosten für den Zug verdreifacht. Insgesamt seien gut 400 Menschen für die Sicherheit im Einsatz. Die Karnevalisten appellieren an die Mithilfe der Zuschauer am Streckenrand, die Hinweise der Streckenposten zu berücksichtigen und sich vor allem in den Bereichen der Fußgängerzone gut zu verteilen. "Es wird nämlich alles etwas enger", sagt Walter Buchholz. Erwartet werden 150.000 Zuschauer.

Ab 13 Uhr wird die Zugstrecke am Montag sukzessive gesperrt. Innerhalb des Wallrings gilt, aus Sicherheitsgründen, von 11 bis 18 Uhr ein Lkw-Fahrverbot für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen. Größere Fahrzeuge sollen als mobile Sperrstellen die Kreuzungen sichern. Polizei und Ordnungsamt wollen verstärkt Präsenz zeigen.

Kamelle ist genug da

23 Wagen und 22 Fußgruppe sind beim Umzug mit dabei. Das Zug-Motto greift die Streckenproblematik auf: "Trotz großer Ausgrabungen auf dem Wall, startet der Rosenmontagsumzug auf jeden Fall". Neben dem Prinzenpaar Thomas I. und Angelika II., dem Kinderprinzenpaar Max I. und Charlotte I. und diversen Karnevalsvereinen ist auch die BVB-Fanabteilung wieder mit einem Wagen dabei. Inhaltlich greifen die Karnevalisten in diesem Jahr wieder etliche Themen auf. So geht's bei den Wagen unter anderem um den Hambacher Forst, das Dieselfahrverbot und US-Präsident Donald Trump.

Kamelle sei genug auf Vorrat, sagt Walter Buchholz. "Wir setzen dabei nicht nur auf Quantität, sondern auch auf Qualität."

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