Keine Strahlkraft

Der Schalker Misserfolg wirkt sich auch auf die Personalplanung aus

GELSENKIRCHEN - Die Angst ging um auf Schalke. Nie wieder Champions League? Nie wieder Europapokal? Kommen keine prominenten Spieler und Führungskräfte mehr zu den Königsblauen?

Am Ende dieser Saison wird auf Schalke keine Europapokal-Teilnahme stehen. Dafür muss aber außer Spielern auch neues Personal für Führungspositionen gesucht werden. „Feuerwehrmann“ Huub Stevens wird am Saisonende als Trainer aufhören und wieder in den Aufsichtsrat zurückkehren, außerdem fahndet Schalke nach einem Sportdirektor – eine Position, die bei den Königsblauen bislang eine eher untergeordnete Bedeutung hatte, mittlerweile aber offenbar so prominent diskutiert wird, dass es in der Nordkurve beim Spiel gegen Frankfurt schon ein Schmäh-Plakat gegen einen möglichen Kandidaten gab.

Dieser Kandidat – Christoph Metzelder – steht nun angeblich vor einem Engagement bei RB Leipzig. Da die Gespräche offenbar schon länger laufen, ist nicht davon auszugehen, dass – was ohnehin bedenklich wäre – der Fan-Protest dafür ausschlaggebend ist, dass es mit Schalke nun wohl nichts wird. Generell wirft auch diese Personalie die Frage auf: Wie groß ist Schalkes Strahlkraft ohne Europa? Reicht sie für die Wunsch-Kandidaten?

Dazu soll auch Trainer Marco Rose von RB Salzburg gehört haben. Da Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider, vorher bei RB Leipzig, die den Fußball betreffende RB-Philosophie nach Schalke bringen will, wäre Rose dafür der passende Trainer gewesen. Doch der 42-Jährige hat nun Borussia Mönchengladbach sein Ja-Wort gegeben.

Schneider ist gefordert

Vorher hat Roger Schmidt erklärt, dass er wohl Trainer in Peking bleiben wird – auch Schmidt soll auf der Schalker Kandidaten-Liste gestanden haben. Sven Mislintat, ein in der Branche hochgeschätzter Kaderplaner, was einem Sportdirektor wohl entspräche, geht zum VfB Stuttgart, Alexander Rosen steht in dieser Funktion vor seiner Vertragsverlängerung bei 1899 Hoffenheim.

Jochen Schneider braucht also viel Fantasie und Kreativität, um das gewünschte Personal zu finden. Bei der Frage nach dem Interimstrainer (Stevens für Tedesco) griff er auf Altbewährtes zurück. Eine solche Lösung wäre auch in Sachen Sportdirektor möglich. Horst Heldt, Schalkes früherer Manager, ist wieder „frei“. Mit keinem anderen Manager war Schalke so oft in der Champions League vertreten wie mit Heldt.

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