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Auf zum Kirchentag (o. v. l.): Alana Nobbe (24), Tabea Knappe (18), Marie Schütz (17) sowie (u. v. l.) Sajad Ebrahimi (19), Yasmin Leißner (21), Sean Siemers (18) und Jugendreferent Nils Heidenreich sind dabei.

Kirchentag Dortmund

Recklinghäuser Gemeinde freut sich auf den Kirchentag

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Recklinghausen/Dortmund - Jugendliche haben uns erzählt, warum sie unbedingt beim Kirchentag dabei sein wollen. Es geht vor allem um den Gemeinschaftsaspekt, aber auch um das Programm mit Musik und Begegnungen.

Die Stimmung ist gut, die Vorfreude groß, wenn die sechs Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Evangelischen Kirchengemeinde Recklinghausen-Ost über den Kirchentag sprechen. „Natürlich sind wir dabei“, heißt es einhellig – vom 19. bis 23. Juni in Dortmund, zusammen mit weiteren Jugendlichen und Erwachsenen der Gemeinde.

Jenseits aktueller Kirchenkritik und wachsender Austrittszahlen erklären die jungen Leute, die in der Jugendarbeit ihres Gemeindebezirks Johannes aktiv sind, was den Dortmunder Kirchentag für sie so attraktiv macht:

Die Gemeinschaft:

Die Gemeinschafts-Erlebnisse sind der kirchentagserfahrenen Gruppe aus Recklinghausen besonders wichtig. Dabei geht es einerseits um die gesamte Atmosphäre bei der Großveranstaltung, andererseits um den Zusammenhalt der eigenen Gruppe.

„Die Menschen auf dem Kirchentag sind freundlich, sehr offenherzig. Da entsteht ein gutes Gemeinschaftsgefühl, das ist ein cooles Erlebnis“, sagt Alana Nobbe, die bereits auf drei Kirchentagen war. „Das ist echt schön, wenn man sieht, wie der Glaube die Menschen zusammenbringt, wie sie sich treffen und austauschen“, ergänzt Sajad Ebrahimi. Nicht zuletzt seien Eröffnungs- und Abschluss-Gottesdienst mit Zehntausenden Leuten, die zusammen beten, ein tolles Erlebnis, meint Alana Nobbe.

Doch auch die Gemeinschaft der Recklinghäuser Jugendlichen untereinander ist ein wichtiger Aspekt: Die Anfahrt mit dem Bus erinnere an eine Klassenfahrt, das gemeinsame Schlafen in einer Schule auf Luftmatratzen sei „superwitzig“, meint Marie Schütz. Die Schülerin betont: „Unsere Gruppe macht auch sonst viel zusammen, da ist so eine gemeinsame Fahrt natürlich super.“ Yasmin Leißner ist sicher: „Durch den Kirchentags-Besuch wächst unser Gemeinschaftsgefühl untereinander.“

Das Programm:

Ein weiterer Anreiz für den Kirchentagsbesuch ist das vielseitige Programm. Dabei haben die Jugendlichen recht konkrete Vorstellungen von ihren Vorlieben. „Das ist schon interessant, was für Prominente man da sehen kann. Auf dem Kirchentag in Berlin vor zwei Jahren waren zum Beispiel Barack Obama und Angela Merkel dabei“, berichtet Marie Schütz. Auch das vielfältige Musikangebot wollen die Jugendlichen nutzen: Anziehungspunkte sind hier sowohl Konzerte von den Alten Bekannten und Culcha Candela, als auch Rock- und Techno-Gottesdienste.

„Der Abend der Begegnung ist natürlich auch ein Höhepunkt, da helfen wir auch selbst mit, verkaufen Salattaschen“, sagt Tabea Knappe. Ebenfalls attraktiv ist der Markt der Möglichkeiten: „Da stellen sich viele Organisationen vor. Man bekommt neue Ideen und viele Informationen, zum Beispiel über Fair Trade und die landwirtschaftlichen Anbaubedingungen in Afrika“, sagt Marie Schütz. „Spannend ist da auch der Kinder- und Jugendbereich. Man kann viele Spiele ausprobieren, die man eventuell später in der Gemeinde nachmacht. Aber vor allem macht das Spaß“, ergänzt Alana Nobbe.

Der Standort:

„Die lange Anfahrt zum Kirchentag fällt diesmal weg. Da kommt dann leider nicht so rechtes Klassenfahrt-Feeling auf“ bedauert Yasmin Leißner den Standort „vor der Haustür“. Doch ansonsten freut sich die Recklinghäuser Gruppe, dass der Kirchentag in Dortmund stattfindet – vor allem wegen der kurzen Entfernungen. „In Berlin ist man zum Teil aus der Bahn gestiegen und war ganz woanders, komplett aus dem Kirchentag raus. Das war schade“, erinnert sich Tabea Knappe.

„Da hat man sich zum Teil verlaufen, das war nicht so cool“, kritisiert auch Marie Schütz die Weitläufigkeit. Sie ist sich sicher: „In Dortmund ist der Kirchentag innerstädtischer, alles ist näher, mit kurzen Wegen.“ Sean Siemers bestätigt: „Man kann da überall hin, sich die Stadt angucken Und wir sind ja auch nachtaktiv.“ Für ihn steht fest: „Das ist gut, dass der Kirchentag in Dortmund ist.“ Die Zustimmung der Gruppe ist ihm gewiss.

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