Klimaproteste in Dortmund

Junge Menschen streikten erneut bei "Fridays for Future" auf dem Friedensplatz

Erneut sind etwa 100 Schüler durch die Innenstadt gezogen. Sie engagieren sich für den Schutz des Weltklimas und lassen sich dabei auch nicht von Kritikern aus der Politik beirren.

Nach dem Vorbild von Greta Thunberg (16) aus Schweden - die seit August letzten Jahres streikt - wurde am Freitag (15. Februar) zum fünften Mal in Dortmund zum Streik aufgerufen. Überwiegend Schüler und Studenten versammelten sich gegen 10 Uhr auf dem Friedensplatz, um gegen die aktuelle Klimapolitik zu demonstrieren.

Demos finden auch "oben" Beachtung

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte sich in der vergangen Woche im WDR kritisch zu den streikenden Schülern geäußert. Er fordert die Demonstranten auf, am Wochenende oder nach der Schule zu streiken. Freizeit zu opfern sei ein stärkeres Signal, so Laschet. Der Politiker habe in seiner Jugend an keiner Demo, wie gegen die Atomenergie, teilgenommen, da er anderer Meinung gewesen sei.

Das ist natürlich auch bei den Schülern und Studenten in Dortmund angekommen. Ein Mitglied des Organisationsteams reagierte in seiner Ansprache auf dem Friedensplatz auf die Aussagen Laschets: Solche Reaktionen seien gewünscht. Sie seien ein Zeichen dafür, dass die Demo etwas bewirke und in der Politik ankomme. Danach machte sich der Trupp auf dem Weg Richtung RWE-Tower am Freistuhl.

Schülerdemo erweckt das Interesse von Unbeteiligten

Auf dem Weg über den Westenhellweg trafen die Demonstranten auf shoppende Passanten. Die zeigten sich überrascht. So mancher aber stimmte Parolen wie "Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft raubt" mit einem "Daumen hoch" zu. Einige schlossen sich sogar interessiert der Menge an.

Anders als bei den vorangegangen Demonstrationen gab es diesmal vorgedruckte Plakate und Flyer zum Verteilen, und auch Lautsprecherboxen samt Mikrofon, um die Sache noch lauter nach vorne zu bringen. Alles wirkte organisiert.

Weitere Demos sind geplant

Nächste Woche soll es wieder eine Demonstration geben, am 15. März soll der Protest weltweit am gleichen Tag stattfinden.

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