Knappschaftskrankenhaus Brackel

Brandstiftung: Feuer auf Geburtsstation wurde gelegt - 30 Mütter und Säuglinge evakuiert

Ein Feuer auf der Geburtsstation hat am Donnerstagabend für Aufregung im Krankenhaus in Brackel gesorgt. 22 Mütter und 8 Säuglinge wurden evakuiert. Das Feuer wurde gezielt gelegt.

Der automatische Feueralarm schrillte am Donnerstagabend (16.5.) gegen 20.30 Uhr durch die Station 3a des Knappschafts-Klinikums Westfalen in Brackel. "Gleichzeitig bemerkten Mitarbeiter der Geburtsstation starken Brandgeruch", berichtete Krankenhaussprecher Klaus-Peter Wolter.

"Wir gehen davon aus, dass der Wäschewagen gezielt angezündet wurde", sagte Polizeipressesprecher Sven Schönberg am Freitagmittag. Ein Brandsachverständiger war vor Ort und habe festgestellt, dass das Feuer gezielt gelegt wurde. Schönberg: "Es kann kein Zufall gewesen sein." Ein technischer Defekt war zuvor schon ausgeschlossen worden. Einen Tatverdächtigen habe man bislang nicht. Die Ermittlungen laufen jedoch weiter. Der Wäschewagen war in der Abstellkammer abgestellt.

Mitarbeiter reagierten vorbildlich

Was am Brandabend weiter geschah, ließ sowohl die Feuerwehr als auch das Krankenhaus später sagen: Es war vorbildlich. Die Mitarbeiter setzten die interne Informationskette in Gang (Wolter: "Das wird geübt"), und ein Haustechniker des Krankenhauses unternahm die ersten Versuche, die Flammen zu löschen. Dadurch habe er wirkungsvoll die Ausbreitung des Feuers verhindert, lobt die Feuerwehr. Deren Kräfte konnten die Flammen dann endgültig eindämmen.

Gleichzeitig räumten die Mitarbeiter des Krankenhauses die Station. 22 Mütter und 8 Säuglinge wurden in der Klinik auf anderen Stationen untergebracht - noch bevor die Feuerwehr eintraf.

Station konnte Freitag wieder bezogen werden

"Nachdem wir die Station 3a aufgeräumt haben und alles mit Brandgeruch entfernt haben, wird noch einmal gelüftet. Anschließend können die Mütter wieder zurückkehren", so Klaus-Peter Wolter am Freitagvormittag. Niemand sei zu Schaden gekommen, berichtet auch die Feuerwehr: "Durch das vorbildliche Handeln aller Beteiligten konnte eine Gefährdung für die Patienten und das Krankenhaus abgewendet werden.

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