Der Kommentar

Das Ziel steht! Beim BVB herrscht eine Aufbruchstimmung

MARBELLA - Schon die ersten Tage in Marbella bestätigen den Eindruck, den man seit Peter Stögers Amtsantritt Mitte Dezember gewinnen konnte: Beim BVB herrscht eine spürbare Aufbruchstimmung. Dirk Krampe kommentiert.

Es wird wieder gelacht - und auf dem Trainingsplatz ist deutlich mehr Zug drin, das Tempo ist höher, die Aggressivität auch. Das hängt vor allem seit der Ankunft in Marbella natürlich auch mit der Rückkehr einiger Verletzter zusammen. Dass Spieler wie Lukasz Piszczek, Mario Götze, Gonzalo Castro und langfristig auch Marco Reus wieder dabei sind, erhöht die Intensität in den Einheiten deutlich.

Einfache Formel

Mehr Konkurrenz, mehr Qualität - diese einfache Formel hat Peter Stöger am Mittwoch aufgestellt und dann gleich erkennen können, dass die Rechnung in den kommenden Wochen und Monaten aufgehen könnte.

Vor allem Reus' erkennbare Fortschritte auf dem Weg zu einem Comeback bringen der Mannschaft einen zusätzlichen Schub. Seine fußballerischen Fähigkeiten haben nicht gelitten durch die acht Monate Tatenlosigkeit nach einer erneut schweren Verletzung, der schwersten, die er in seiner Karriere bislang durchleben musste.

Anspruchsvolle Aufgabe

Seine Lust auf Fußball, auf den Geruch des Rasens, das Geräusch des Balles, wenn er einen Pass spielt, auf Zweikämpfe und gemeinsamen Torjubel hat die Knieverletzung dazu nur noch gesteigert. Er ist ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann- ihn dabei zu haben, das ist für seine Mitspieler ein gutes und beruhigendes Gefühl.

Die gute Grundstimmung in die Saison zu transportieren, die wenigen Tage bis zum Rückrundenstart gegen Wolfsburg am 14. Januar zu nutzen, das bleibt freilich für den neuen Trainer eine anspruchsvolle Aufgabe. Viel Zeit hat Stöger nicht. So stehen in Marbella fast täglich zwei Einheiten auf dem Programm, um an den offensiven und defensiven Abläufen zu feilen.

Den Nerv der Mannschaft getroffen

Stöger hat hier betont, dass man die richtige Mischung finden müsse zwischen dem, was an Spielfreude schon in der Mannschaft steckt und der notwendigen defensiven Balance, die es unter Bosz am Ende gar nicht mehr gab. Mit dieser Herangehensweise trifft der Österreicher den Nerv der Mannschaft.

Erst die Pflichtspiele werden aber dann zeigen, wie schnell Stöger seine Vorstellungen vom Fußball in der Mannschaft verankern kann. An den Ansprüchen wird nicht geschraubt, das hat Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke noch einmal klargestellt. Die direkte Qualifikation zur Champions League ist Pflicht, möglichst nicht als Tabellenvierter, viel lieber sogar als Vizemeister.

Exorbitante Preise

Das Ziel steht. Auch wenn sich am Kader nicht allzu viel verändern dürfte, was angesichts exorbitanter Preise auf dem Winter-Transfermarkt gar nicht allzu unwahrscheinlich ist. Für Stöger ist das nach außen hin kein Problem."Borussia Dortmund", hat er gesagt, "sollte immer elf Spieler aufstellen können, die in der Lage sind, ein Spiel zu gewinnen."

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