Kontrolle

Keine Auffälligkeiten mehr in Halterner Legehennen-Hof

Haltern - Im März 2018 stand ein Halterner Legehennen-Betrieb in den Schlagzeilen, weil veröffentlichte Fotos deutliche Missstände dokumentierten. Nun soll sich die Situation gebessert haben.

Gut sechs Monate nach Bekanntwerden der Missstände in einem Halterner Legehennen-Betrieb gibt der Kreis Recklinghausen Entwarnung. Bei wiederholten Kontrollen habe es keine Auffälligkeiten mehr in dem landwirtschaftlichen Betrieb gegeben, erklärte Sprecherin Svenja Küchmeister am Dienstag auf Anfrage.

Wie berichtet, hatte der münstersche Tierschutzverein tierretter.de auf die Missstände aufmerksam gemacht. Fotos, die im März in dem Eier produzierenden Betrieb entstanden waren, zeigten tote und zum Teil stark verweste Tiere. Die Tierschützer alarmierten das Veterinäramt.

Unangemeldete Kontrolle

Bei einer unangemeldeten Kontrolle der Behörde am Folgetag waren nach Auskunft der Pressesprecherin "ein paar tote Tiere" gefunden worden. Ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wurde eingeleitet. Der Landwirt muss seitdem täglich seinen Stall kontrollieren und tote Tiere umgehend entfernen.

Dreimal habe das Kreisveterinäramt danach noch die Zustände auf dem Hof geprüft - "tote Tiere wurden nicht mehr entdeckt", sagte Küchmeister jetzt. Die im März gefundenen toten Hühner hatten offenbar seit Wochen in dem Stall gelegen. Rund 4500 Legehennen wurden dort in Bodenhaltung gehalten.

Verschreckende Bilder

Die vom Tierschutzverein veröffentlichten Fotos zeigten Hühner, denen sehr viele Federn fehlten, teilweise waren die Tiere halbnackt. Auf den Gittern unter den Hühnerstangen waren verendete Tiere zu erkennen. "In dem Stall lagen etwa 20 stark verweste und teils mumifizierte Körper von Legehennen", berichtete Tierschützer Patrick Sabatkiewicz damals. Offenbar habe der Landwirt die toten Tiere seit Wochen nicht weggeräumt.

Der Bauer soll damals an einer schweren Grippe erkrankt gewesen sein. Zudem seien die Hennen erstmals mit ungekürzten Schnäbeln gehalten worden, was eine höhere Verletzungsgefahr in sich birgt. Kreislandwirt Friedrich Steinmann hatte dies stellvertretend für den Bauern ausgeführt.

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