Kopfhörer-Party

Das "Cabaret Queue" veranstaltet am Valentinstag eine "Silent Disco"

Eine Party der anderen Art. Bei der "Silent Disco" kann man im "Cabaret Queue" auf mehreren Partys gleichzeitig feiern. Wie geht das? Die Lösung sind ein paar einfache Kopfhörer.

Eine gute Party mit Musik nach seinem Geschmack zu finden, ist nicht so leicht. In Diskotheken gehören manchmal das Anschreien genauso wie der Tinnitus am Morgen dazu.

Nicht auf einer "Silent-Party". Da kommt die Musik nicht aus großen Boxen, sondern aus den kabellosen Kopfhörern jedes Gastes. Über verschiedene Musikkanäle, die man wechseln kann, hört jeder die Musik, die er möchte.

Wer welchen Musikstil hört, erkennt man an der Farbe, in der die Kopfhörer leuchten. Von den Charts über Rock und Funk bis zu ruhiger Swing- und Reggaemusik reicht die Auswahl.

Das "Cabaret Queue" in der Hermannstraße 74 bietet diese "Silent-Disco" ab Februar an. Am Valentinstag kommt dort wieder Partystimmung auf.

"Früher waren wir mit den Ü-30 Partys sehr erfolgreich. Da gab es aber oft auch Beschwerden wegen Lärmbelästigung", sagt Georg Delfmann, Geschäftsführer des "Cabaret Queue". Anwohner hatten offenbar wenig Lust, mitzufeiern.

"Wir hoffen, mit der "Silent-Disco" wieder eine Partyszene zu etablieren und die Lautstärke gleichzeitig zu reduzieren. Wenn das gut ankommt, wollen wir das einmal im Monat gerne anbieten."

"Man feiert zwei Partys gleichzeitig."

Die musikalische Verantwortung an dem Abend hat DJ Rosti aus Dortmund. Er sei seit mehr als 20 Jahren im DJ-Geschäft und freue sich auf die neue Erfahrung: "Ich suche immer neue Sachen, die mich herausfordern. Bei einer "Silent-Party" ist man quasi nicht selbst Teil der Party. Das macht es nochmal schwieriger."

Es sei auch seine erste "Silent-Disco", weswegen er sich einen befreundetet DJ zur Hilfe hole. "Man feiert zwei Partys gleichzeitig. Wir mixen die beiden Hauptkanäle vorort und müssen noch flexibler sein als normalerweise." Dazu werde er statt einem auch zwei vollständige Arbeitsbereiche aufbauen. Die Musik werde über einen Funkverteiler an alle Kopfhörer gesendet.

Auf einem Kanal laufen Party-Classics, Trash und Charts, auf dem anderen Rock und 80er-Musik. Der dritte Kanal mit etwas ruhigerer Musik sei vorgemixt und werde nur ab und zu bearbeitet.

Mitbestimmung der Gäste ist Voraussetzung

"Die DJs werden in unserem Hauptsaal auflegen. Vorne im Bereich der Bar wird die Musik des ruhigeren Kanals auch über Boxen im Hintergrund laufen, sodass man sich dort unterhalten und dabei Musik hören kann", sagt Georg Delfmann.

"Für die Gäste sind es klare Vorteile, dass man sich gut auf der Party unterhalten kann und auch die Lautstärke der Musik selbst reguliert. Man hat selbst Einfluss auf die Party", sagt Delfmann. Neugierde sollte man auf jeden Fall mitbringen, es sei noch ein Experiment und etwas völlig Neues.

"In Dortmund sind wir so der erste Club, der das anbietet", sagt Georg Delfmann.

2008 tauchte die erste "Silent-Party" in den USA auf. Seit einigen Jahren gibt es sie auch in Deutschland. Vor allem aber auf Events werden die Kopfhörer-Partys immer öfter angeboten. So zum Beispiel auch auf dem letzten "Juicy-Beats"-Festival in Dortmund oder auf der "Aida".

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