Krankenpflege

Gesundheitsminister Jens Spahn besucht einen Tag vor Heiligabend das Klinikum

Jens Spahn war zuletzt viel in den Medien, vor allem als Kandidat für den CDU-Vorsitz. Am Sonntag besuchte der Gesundheitsminister das Klinikum. Und natürlich ging es auch um den BVB.

Seit 33 Jahren arbeitet Astrid Schuttmann als Krankenpflegerin, aktuell auf der kardiologischen Abteilung des Klinikums Dortmund, Station A53. Das, was sie tut, macht sie offenbar gerne: "Wir haben uns den Beruf ausgesucht", sagte sie am Sonntag auf die Frage von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der sich einen Tag vor Heiligabend über die Pflegebedingungen in den Krankenhäusern zu informierte.

An der Gesundheitspolitik hat Astrid Schuttmann nicht viel zu kritisieren: "Bleiben Sie am Ball. Wir können jede Hilfe gebrauchen", sagte die 49-Jährige auf die Frage des Ministers, ob sie ihm noch etwas mitgeben wolle. Spahn wird es gerne gehört haben.

Pflegeschlüssel könne ein Problem werden

Nicht nur "am Ball bleiben" soll Deutschlands oberster Gesundheitspolitiker hingegen nach dem Willen der Klinikführung. Sie ist vor allem mit der Einführung einer Pflegeuntergrenze zum 1. Januar unglücklich, unter anderem, weil der darin vorgeschriebene Betreuungsschlüssel für Intensivstationen zu unflexibel sei.

Zu dem Thema hatte das Klinikum vor zwei Monaten sogar einen Offenen Brief an Spahn geschrieben. Pflegedirektor Georg Schneider und Klinikdirektor Professor Dr. Michael Schwarz machten ihm am Sonntag deutlich, dass sich Personal schwer finden lasse: "Sie kriegen nix auf dem Markt", sagte Schneider. Man übernehme ohnehin jeden der eigenen Hunderten Auszubildenden, aber er habe nur ganz wenige externe Bewerbungen auf dem Tisch, obwohl man Tarif zahle. Übergangsfristen seien nötig.

"Ist hier eigentlich mehr los, wenn der BVB spielt?"

Jens Spahn, locker in dunkle Jeans und Pullover überm blauen Hemd gekleidet, hörte zu, fragte viel nach, vor allem bei den Mitarbeitern. Auch zu ganz praktischen Dingen. Etwa in der Notfall-Ambulanz: "Ist hier eigentlich mehr los, wenn der BVB spielt?" Nein, während des Spiels sei es ganz ruhig, hieß es da, aber hinterher, da könne es voller werden.

Nach einer knappen Dreiviertelstunde setzte sich der Minister wieder ans Steuer - um einiges an Schokolade und eine Spende für die Kaffeekasse von Station A 53 ärmer. Die Weihnachtstage verbringt Jens Spahn zuhause im Westmünsterland.

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