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gate.ruhr auf Auguste Victoria 3/7 in Marl ist ein Trumpf, den die Region ausspielen kann.

Kreis Recklinghausen

Regionalplan gibt die Ziele der Entwicklung im Ruhrgebiet vor

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Kreis RE - Sechs Industrie- und Gewerbeflächen sind für den neuen Regionalplan gesetzt. Peter Haumann schätzt das Potenzial auf bis zu 6000 Arbeitsplätze.

Auf bis zu 6000 Arbeitsplätze schätzt Peter Haumann das Potenzial der sechs Industrie- und Gewerbeflächen, die in den nächsten Jahren im Kreis Recklinghausen als sogenannte „Kooperationsstandorte“ entwickelt werden sollen. Für den Regionalplan, der derzeit vom Regionalverband Ruhr (RVR) aufgestellt wird, sind sie gesetzt. „Das ist im Vergleich zu anderen Teilregionen als Erfolg zu bewerten“, sagt der Wirtschaftsförderer der Kreisverwaltung Recklinghausen.

Der Regionalplan gibt die Ziele der Entwicklung im Ruhrgebiet vor (siehe Info). Bislang bestand im Kreis RE die Sorge, dass der RVR der Emscher-Lippe-Region darin zu wenig Entfaltungsmöglichkeiten im wirtschaftlichen Bereich zugestehen würde. So negativ sieht Peter Haumann die Lage nicht. Die Einigkeit der kreisangehörigen Städte in Sachen Flächenentwicklung habe darüber hinaus die Position des Kreises gestärkt, sagt er.

Für Unternehmen mit größerem Platzbedarf

So haben sich Bürgermeister und kommunale Wirtschaftsförderer aus dem Vest auf mehrere Flächen geeinigt, die sie als Kooperationsstandorte, also im Zusammenwirken von in der Regel zwei Städten, entwickeln wollen. Diese Art der Flächen, die vornehmlich für Unternehmen mit Industrieausweisung und größerem Platzbedarf (mindestens acht Hektar) reserviert werden sollen, genießen im Regionalplan Priorität. Von den Vorschlägen aus dem Vest sollen folgende Projekte aufgenommen werden:

- Auguste Victoria 3/7 (gate.ruhr), Marl (91 Hektar); - Dillenburg, Oer-Erkenschwick/Datteln (65 Hektar); - Schwatter Jans, Marl/ Dorsten (24 Hektar); - Kohlenlagerfläche, Recklinghausen/Stadtgrenze Herten, gegenüber dem Industriegebiet Ewald (25 Hektar); - Emmelkamp, Dorsten, an der A 31 im Stadtteil Holsterhausen (53 Hektar); - Kraftwerk Knepper, Castrop-Rauxel/Dortmund (68 Hektar).

Vom RVR nicht berücksichtigt wurden folgende Vorschläge aus dem Kreis: eine von Dorsten und Schermbeck gemeinsam geplante Ansiedlungsfläche im Freiraum (84 Hektar), Löhringhof in Datteln (44 Hektar), Flugplatz Loemühle in Marl (41 Hektar) und Auguste Victoria, Schacht 8 in Haltern-Lippramsdorf. Allerdings hat das Vest auch noch den newPark in der Hinterhand. Das in Datteln geplante Industriegebiet, in dem mehrere tausend Arbeitsplätze geschaffen werden sollen, gilt als Standort mit landesweiter Bedeutung und wird deswegen nicht auf das Flächenkontingent der Region angerechnet.

Städte-Kooperation im Ruhrgebiet einzigartig

Zusätzlich zu den Kooperationsstandorten gesteht der Regionalplan jeder Kommune einen Bedarf an Gewerbe- und Industrieflächen zu. Doch nicht jede Stadt ist in der Lage, diese Größenordnung im eigenen Flächennutzungsplan darzustellen. Deshalb haben die Bürgermeister sich auf ein „virtuelles Flächenkonto“ verständigt.

Im Klartext: Wenn eine Kommune die ihr im Regionalplan zugestandenen Hektar nicht selber umsetzen kann, sollen diese anderen Städten im Kreis zur Verfügung gestellt werden, sodass die Fläche für das Vest insgesamt nicht verloren geht. „Diese Art der Kooperation ist bislang einzigartig im Ruhrgebiet“, betont Kreis-Wirtschaftsförderer Peter Haumann. Alle Stadträte und der Kreistag müssen dieser Vereinbarung zwischen den Bürgermeistern und dem Landrat allerdings noch zustimmen.

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