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Der Morgen im Vest - unser Nachrichtenüberblick für den Kreis Recklinghausen

Der Nachrichtenüberblick fürs Vest

Sturmtief Klaus erreicht den Kreis, „Limetten“ erobern Recklinghausen, Unbekannter droht mit Giftködern, Musikalische Erinnerung an „Brokken“, Sirenenalarm

  • Bernd Turowski
    vonBernd Turowski
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Guten Morgen! Der erste Sturm des Jahres 2021 erreicht den Kreis am Nachmittag. Unabhängig davon schlagen schon um 11 Uhr die Sirenen landesweit Alarm. Dabei handelt es sich aber nur um einen Probealarm. Für Aufregung unter Hundebesitzern sorgt ein Drohbrief, der in der Haard gefunden wurde. Ein wildes Gerücht um einem angeblichen Corona-Ausbruch macht zudem in Recklinghausen die Runde. Dort wird es bald ein wenig bunter: 350 rollende „Limetten“ erobern in Kürze die Stadt und sollen die CO2-Emissionen reduzieren.

Alle Infos zum Coronavirus im Kreis Recklinghausen und der Region

Nach offiziellen Zahlen sind bisher 22.736 Fälle Coronavirus-Fälle im Kreis Recklinghausen bestätigt worden. Davon gelten 20.950 als wieder gesund. Bislang kam es zu 716 Todesfällen. Das bedeutet: Es gibt 1070 aktuelle Infektionen.
Die Sieben-Tage-Inzidenz im Vest liegt nach Angaben der Kreisverwaltung Recklinghausen bei 65,6 (Stand: 11.3., 6 Uhr), steigt also weiter.
Laut den Angaben des Landeszentrums Gesundheit (LZG) NRW von Donnerstag, 0 Uhr, liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 63,5.
In ganz Deutschland sind in den vergangenen 24 Stunden 14356 Neuinfektionen registriert worden. Außerdem gab es laut Robert-Koch-Institut 321 weitere Todesfälle. Die bundesweite Inzidenz liegt bei 69,1 (Stand: 11.3., 0 Uhr).
Die Lage im Kreis Recklinghausen (Übersichts-Blog)
Die Lage in Recklinghausen
Die Lage in Marl
Die Lage in Herten
Die Lage in Datteln
Die Lage in Oer-Erkenschwick
Die Lage in Waltrop

Was ist los im Kreis Recklinghausen und der Umgebung?

Kreis Recklinghausen: Der erste Sturm des Jahres steht vor der Haustür. Heute (11. März) soll sich die Wetterlage laut des Deutschen Wetterdienstes (DWD) schlagartig ändern. Bereits am Mittwoch waren die ersten Ausläufer spürbar.

Kreis Recklinghausen: Um 11 Uhr heulen heute im Kreis Recklinghausen und in ganz NRW wieder die Siren. Dabei handelt es sich um einen Probealarm, der die Bedeutung der Sirenensignale in der Öffentlichkeit bekannter machen soll. Der Probealarm wird auch über die Warn-App NINA angekündigt.

Marl: Wenn Tesla in Brandenburg Elektroautos produziert, sollen Roboter, die in Marl programmiert werden, beim Schweißen helfen. Die Haxter GmbH will dafür sorgen, dass die Prozesse reibungslos laufen.

Recklinghausen: Seit Monaten schon buhlen mit „Spin“ und „Tier“ zwei Anbieter mit insgesamt 350 E-Scootern um Kundschaft im Stadtgebiet. Jetzt kommen auch noch die „Limetten“ hinzu.

Herten: Mehrfach erwischte die Polizei einen Hertener mit Drogen und Waffen. Einmal versuchte er, die Drogen in der Unterhose zu verstecken. Nun ist der Dealer verurteilt worden.

Oer-Erkenschwick: Nicht nur auf der Facebook-Seite des Tierschutzvereins sorgte ein Zettel für Aufregung, den eine Tierfreundin am Waldeingang bei „Mutter Wehner“ in Höhe der Schranke gefunden hat.

Datteln: Bürgermeister André Dora will im nächsten Hauptausschuss der Stadt Datteln das „Haus der Familie“ vorstellen. Er hofft auf grünes Licht. So soll sie aussehen.

Waltrop: Mit Kerzen, Blumen und einem Foto erinnern Bürger an Jörg Buxel. Im Gedenken an das kürzlich verstorbene Urgestein aus Waltrop ist eine musikalische Aktion geplant.

Datteln: Ab April sollen Ärzte in ihren Praxen gegen das Coronavirus impfen dürfen. Soweit die Theorie. Wie sich das aber in der Praxis umsetzen lässt, das erklärt ein Internist aus Datteln.

Waltrop: Zum Glück gab es in Waltrop im vergangenen Jahr keine Verkehrstoten zu beklagen. Aber auf eine bisher gefährliche Ecke macht der Unfallbericht der Polizei aufmerksam.

Oer-Erkenschwick: Diese Bewertung überrascht nicht: Die Polizei hat die Kreuzung „Schulte-Hubbert“ als Unfallschwerpunkt in Oer-Erkenschwick ausgemacht. Wenn es hier kracht, dann gleich richtig.

Recklinghausen: Der Edeka Isselmarkt an der Von-Bruchhausen-Straße hat am Dienstag, 9. März, plötzlich - für viele Leser ohne Vorwarnung - geschlossen. Daraufhin kursierten Gerüchte.

Der Kreis Recklinghausen multimedial

Bereits seit zehn Jahren treffen sich besonders auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Ewald in Herten, aber auch auf Schlägel & Eisen, Auto- und Motorradfahrer, die hier illegale Rennen fahren und für viel Lärm, Müll und Vandalismus sorgen. Einige Maßnahmen dagegen gibt es bereits, doch die zeigen bislang nicht den gewünschten Effekt. Jetzt wollen die Stadt Herten und die Polizei aber noch weiter durchgreifen. Auch bauliche Veränderungen sind geplant.“

Die Wetterlage im Kreis Recklinghausen

Schon am Morgen zieht teils kräftiger Regen durch den Kreis. Dabei hängt der Himmel voller Wolken. Am Nachmittag schaut hin und wieder mal die Sonne hervor. Für den Abend werden dann aber wieder gewittrige Schauer erwartet. Ihren Höchstwert erreichen die Temperaturen mit 11 Grad. Die niedrigsten Werte sind bei 6 Grad anzutreffen. Zudem weht - verursacht durch Sturmtief Klaus - ein in Böen schwere Sturmstärke erreichender Wind aus westlicher Richtung durch das Kreisgebiet.
Hier der detaillierte Blick auf das Wetter im Vest Recklinghausen

Weitere Themen des Tages

Brüssel: Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) wird heute voraussichtlich die bedingte Zulassung des Impfstoffes des US-Herstellers Johnson & Johnson empfehlen. Damit könnte die Behörde mit Sitz in Amsterdam den Weg für den vierten Corona-Impfstoff in der EU freimachen. Die EU-Kommission muss zwar noch zustimmen. Das gilt aber als Formsache und könnte ebenfalls heute geschehen.

Erfurt: Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat dafür geworben, den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V zu bestellen. «Für mich ist der Sputnik-Impfstoff eine große Chance, wieder schneller zur Normalität zurückzukehren», sagte der Linken-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). «Ich appelliere an die Bundesregierung, gegenüber der EU deutlich zu machen, dass jetzt bei den Produzenten von Sputnik entsprechende Impfmengen geordert werden sollten.»

Berlin: Das Vertrauen der Deutschen in die Sicherheit der bisher in der EU zugelassenen Corona-Impfstoffe ist unterschiedlich ausgeprägt. Nach einer YouGov-Umfrage sagen zwei Drittel der Deutschen (66 Prozent), der Impfstoff von Biontech/Pfizer sei ihrer Meinung nach sicher. Nur 43 Prozent machten diese Angabe beim Vakzin von Astrazeneca und 54 Prozent bei dem von Moderna. 27 Prozent der deutschen Befragten wollen sich nicht mit dem Astrazeneca-Vakzin impfen lassen und warten, bis ihnen ein anderer Impfstoff angeboten wird. 35 Prozent würden sich damit impfen lassen. Bei Moderna sagen dies 49 und bei Biontech/Pfizer 61 Prozent.

Frankfurt: Die zuletzt gestiegene Inflation sorgt für Diskussion. Doch nach Einschätzung von Volkswirten wird die Europäische Zentralbank (EZB) bei der Ratssitzung heute ihren geldpolitischen Kurs nicht ändern. Die Ergebnisse der Beratungen der Notenbank in Frankfurt werden um 13.45 Uhr veröffentlicht.

Jakarta: Beim Sturz eines Schulbusses in eine Schlucht auf der indonesischen Insel Java sind am Donnerstag mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen. An Bord des Busses befanden sich 66 Menschen, Schüler und Eltern, die auf der Rückfahrt von einem Schulausflug waren, als der Fahrer nach Angaben eines Sprechers der Rettungstrupps aus noch ungeklärter Ursache die Kontrolle über das Fahrzeug verlor. Das Alter der Opfer war nicht bekannt, sie gehörten zu einer islamischen Oberschule.

Garmisch-Partenkirchen: Der Ausbruch des Ätna ist auch auf der Zugspitze messbar gewesen. Nur zwei Tage nach der Eruption des Vulkans im Süden Italiens am 22. Februar stellten Forscher der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus (UFS) bereits Schwefeldioxid und Aschepartikel fest.

Washington: US-Außenminister Antony Blinken hat den Widerstand der Regierung von US-Präsident Joe Biden gegen die deutsch-russische Gaspipeline Nord Stream 2 bekräftigt. «Wir sind dagegen, und werden das auch weiterhin sein», sagte Blinken am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Anhörung im Auswärtigen Ausschuss des US-Repräsentantenhauses. Die Pipeline verstoße gegen die EU-Prinzipien für Energiesicherheit.

Fukushima: Zehn Jahre nach der Katastrophe gedenkt Japan heute Tausender Todesopfer des Tsunamis von 2011 sowie des atomaren Super-Gaus von Fukushima. Kaiser Naruhito, Kaiserin Masako und Ministerpräsident Yoshihide Suga wollen in der Hauptstadt Tokio an einer Gedenkveranstaltung teilnehmen. Im ganzen Land sind zudem weitere Zeremonien geplant.

Fussball: Bundestrainer Joachim Löw will heute die Hintergründe seiner Rücktrittsankündigung erklären. Der 61-Jährige gibt zusammen mit DFB-Direktor Oliver Bierhoff und DFB-Präsident Fritz Keller um 13.30 Uhr eine Video-Pressekonferenz. Bierhoff und Keller könnten möglicherweise erste Auskünfte über die Suche nach einem Nachfolger geben.

Das Zitat der Nacht

«Wir haben ganz klare Anzeichen dafür: In Deutschland hat die dritte Welle schon begonnen.»

 «Wir haben ganz klare Anzeichen dafür: In Deutschland hat die dritte Welle schon begonnen.» (Ein Jahr nach der Erklärung einer Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in Deutschland nach Überzeugung des Robert-Koch-Instituts die dritte Corona-Welle begonnen.)

Die Zahl der Nacht

1.600.000.000: Arbeitnehmern in Kurzarbeit drohen Steuernachforderungen, obwohl das Kurzarbeitergeld selbst steuerfrei ist. Wie die Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag mitteilte, nimmt der Fiskus für das Steuerjahr 2020 1,6 Milliarden Euro durch den sogenannten Progressionsvorbehalt beim Kurzarbeitergeld ein. Dieser Vorbehalt bedeutet, dass das Kurzarbeitergeld den Steuersatz für den regulären Lohn und sonstige Einkünfte der Beschäftigten erhöht.

Die Lage auf den Straßen

Die Entwicklung auf den wichtigsten Strecken in unserer Region können Sie bei uns minutengenau auf dieser interaktiven Grafik verfolgen.
Alle aktuellen Verkehrsmeldungen auf einen Blick

Die Trends in den Sozialen Medien

Die Wiener Politikwissenschaftlerin Natascha Strobl ist Expertin für rechtsextreme Bewegungen. In ihren Analysen, die sie zum Beispiel auf Twitter veröffentlicht, steht sie offen zur ihrer politisch linken Einstellung. Anfeindungen sind da beinahe Alltag. Doch nach einem Zeitungartikel wurde während eines massiven Shitstorms auch ihre Familie zur Zielscheibe. Jetzt hat die Aktivistin ihren Twitter-Account gelöscht, was unter dem Hashtag #TeamStrobl als Top-Thema des Morgens heftig diskutiert wird.

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