Kreis-Veterinäramt

Mit Tollwut infizierte Fledermaus in Haltern gefunden - Kreis warnt vor Kontakt

Haltern - Eine Fledermaus, die entkräftet in Haltern gefunden wurde, war mit Tollwut infiziert. Die Amtsveterinäre des Kreises Recklinghausen warnen ausdrücklich vor direktem Kontakt mit den Tieren.

Bei einer Fledermaus, die in Haltern am See kraftlos am Boden lag, wurde das Fledermaus-Tollwut-Virus nachgewiesen. Der Kreis Recklinghausen warnt Bürger in den Kreisstädten deshalb, den Tieren nicht ohne dicke Handschuhe zu nah zu kommen.

"Grundsätzlich gilt: Nicht anfassen", teilt der Kreis am Freitagnachmittag in einer Pressemitteilung mit. "Es ist nicht normal, dass sich eine Fledermaus auf dem Boden aufhält. Fledermäuse haben in ihrem Insektenfressergebiss nadelspitze Zähne, mit denen sie empfindlich tief beißen können. Eine Übertragung des Virus auf andere Säugetiere und auf Menschen ist dadurch möglich."

Fledermaus eingeschläfert

Im aktuellen Fall wurde die Fledermaus an eine Fachstelle weitergegeben, wo das Tier aufgepäppelt werden sollte. Der Zustand der Breitflügelfledermaus verschlechterte sich allerdings rapide. Sie wurde mit Verdacht auf Fledermaus-Tollwut eingeschläfert. Ein Verdacht, der sich am Freitag bestätigt hat. Das Kreis-Veterinäramt hatte das Tier zum Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münster geschickt, von dort wurde der Verdacht bestätigt.

Tollwut ist laut dem Kreis Recklinghausen in der Regel auf Fledermäuse in Norddeutschland beschränkt. "Sie tritt örtlich begrenzt auf, zeitlich aber immer wieder."

Viele Gründe für Erkrankung

Grundsätzlich geht nach Auskunft der Kreis-Veterinäre von Fledermäusen keine erhöhte Gefahr aus. "Gesunde Fledermäuse fliegen oder halten sich in ihren Schlafquartieren auf", so der Kreis. "Wenn eine Fledermaus flugunfähig auf dem Boden liegt, ist davon auszugehen, dass das Tier verletzt oder erkrankt ist." Für eine Verletzung oder Erkrankung kann es vielfältige Gründe geben. Flugunfähigkeit heißt nicht automatisch Tollwut. Hinweise auf Tollwut können bei den nachtaktiven Tieren das Attackieren von nahegelegenen Gegenständen, Orientierungsschwierigkeiten, Schluckbeschwerden oder Lähmungserscheinungen sein.

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