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Recklinghausen, Kreishaus Recklinghausen, Ansichten. Neubau am Ossenbergweg ist beschlossene Sache. Foto: J. Gutzeit

Kreishaus

"Sanierung auf Sparflamme" beginnt in diesem Jahr

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KREIS RE - In diesem Jahr soll die Sanierung des Recklinghäuser Kreishauses beginnen. Bis 2025 wird es nach den Plänen des Kreises dauern, bis die notwendigen Maßnahmen zur Behebung „sicherheitsrelevanter Mängel“ abgearbeitet sind.

Die Kosten werden von der Verwaltung – Stand heute – auf rund 34 Mio. Euro geschätzt. Vorsorglich kalkuliert der Kreis aber mit einer Baukostensteigerung von jährlich vier Prozent.

Ein erfolgreiches Bürgerbegehren zwingt den Kreis Recklinghausen zu einer Sanierung auf Sparflamme. Behoben werden dürfen lediglich „sicherheitsrelevante Mängel hinsichtlich Brandschutz, Haustechnik und Gesundheit der Nutzer“. So lautete die Forderung des Bürgerbegehrens, die der Kreistag am 25. September 2018 übernommen hat.

30.000 Unterschriften gegen Neubau

Ursprünglich war ein Neubau des Kreishauses in der Nähe des Recklinghäuser Hauptbahnhofs geplant. Er sollte mindestens 130 Mio. Euro kosten. Gegen dieses Vorhaben sammelte der Initiator des Bürgerbegehrens, der Dorstener Uwe Kähler, gemeinsam mit Unterstützern mehr als 30.000 Unterschriften. Die Verwaltungsspitze des Kreises hatte argumentiert – und ist nach wie vor dieser Überzeugung –, dass ein Neubau auf lange Sicht die wirtschaftlichere Lösung gewesen wäre.

Jetzt werden im 1980 eingeweihten Kreishaus an der Kurt-Schumacher-Allee in Recklinghausen Brandschutztüren und Brandmeldeanlagen erneuert, Elektro- und Lüftungsanlagen sowie Sanitäreinrichtungen saniert. In den Büros gibt es neue Lampen, da die Beleuchtung nicht mehr den Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung entspreche, so der Kreis. Außerdem wird der Teppichboden ausgetauscht.

Die nicht mehr benötigten Labore des ehemaligen Chemischen Untersuchungsamtes sollen zu Büros umgebaut werden. Dorthin sollen Mitarbeiter vorübergehend umgesiedelt werden. Denn geplant ist, dass immer komplette Gebäudebauteile freigezogen und dann saniert werden, um die Belästigungen von Personal und Besuchern in Grenzen zu halten.

Straßenverkehrsamt soll ebenfalls saniert werden

Nach Einschätzung des Kreises werden später weitere Sanierungserfordernisse auf den Kreis zukommen, die nicht durch Bürgerbegehren und dem daraus resultierenden Kreistagsbeschluss abgedeckt sind. Dabei geht es um Heizung, Dach, Fenster und Fassaden, aber auch in die Kantine, den Großen Sitzungssaal und den Kreishaus-Parkplatz müsse investiert werden.

Weiteren Sanierungsbedarf sieht die Kreisverwaltung im Straßenverkehrsamt in Marl und in der Erziehungsberatungsstelle in Recklinghausen. Diese beiden Nebenstellen sollten eigentlich im neuen Kreishaus untergebracht werden. Die Kosten sollen nun ermittelt und in den Kreistag und seine Gremien eingebracht werden.

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