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Landmarke in der Brandheide: Der "Kawamata-Turm" ist Teil der Emscher-Kunst. Der hölzerne Steg muss aus Sicherheitsgründen demontiert werden.

Kunstwerk droht einzubrechen

Darum wird der Kawamata-Steg in der Brandheide abgebaut

RECKLINGHAUSEN - Nach neun Jahren hat der Zahn der Zeit an dem Kunstwerk von Tadashi Kawamata genagt: Das Holz von "Walkaway and Tower" in der Brandheide ist verwittert, der Steg drohte jetzt sogar einzubrechen. Aus Sicherheitsgründen hat der Abbau des Steges bereits begonnen. Der Aussichtsturm ist weiterhin zugänglich.

Seit dem Kulturhauptstadt-Jahr 2010 steht Tadashi Kawamatas "Walkway and Tower" als Teil der Emscherkunst in der Nähe des Wasserkreuzes von Emscher und Rhein-Herne-Kanal. Vor allem die Unterkonstruktion des Steges ist faulig und brüchig geworden. "Zusätzlich kam in den letzten Tagen Vandalismus hinzu", teilt Ilias Abawi, Sprecher der Emschergenossenschaft, mit. Daher war schnelles Handeln erforderlich.

Erst im Mai war der Künstler noch einmal persönlich vor Ort, um sich seine Arbeit anzusehen. "Kawamata wird einen Vorschlag für die Erneuerung des Weges erarbeiten", so Abawi. Kuratorin Marijke Lukowicz und Britta Peters, künstlerische Leiterin von Urbane Künste Ruhr, betrachten im Rahmen der Revision die insgesamt 17 Kunstwerke an der Emscher. Sie prüfen die Konzeption der Werke, die für den jeweiligen Ort geschaffen wurden. Mit den Jahren haben sich die räumlichen Bedingungen geändert, sodass deshalb eine Anpassung sinnvoll sein kann. Zusammen mit den Kollegen der Emschergenossenschaft und weiteren Experten wird außerdem der materielle Zustand der Werke geprüft. Wo es notwendig ist, werden Ausbesserungs- und Sicherungsmaßnahmen vorgenommen.

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