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"Der Rasenmähermann" in Aktion.

Kurioser Polizeieinsatz

So half "der Rasenmähermann" einer Seniorin

WELLINGHOFEN - Die Polizei ist dein Freund und Helfer, dachte sich die 89-jährige Dortmunderin wohl, als sie am Samstag die 110 wählte. Beim Rasenmähen waren Sicherungen rausgeflogen, der örtliche Energieversorger war nicht erreichbar - also blieb ihrer Meinung nach nur die Notfallnummer. Die Polizei rückte an - und mähte am Ende sogar den Rasen.

„Die letzten fünf Quadratmeter machen wir!“, so ist der Facebook-Post der Polizei Dortmund überschrieben, der aktuell im Netz für Lacher sorgt. Am Samstag (6.5.), so schreibt es die Polizei in ihrem Post, habe die 89-jährige Dortmunderin die Leitstelle informiert, dass beim Rasenmähen Sicherungen herausgeflogen seien. Aus ihrem „Notfalltelefonbuch“ hatte die ältere Dame bereits die Nummern der örtlichen Energieversorger angerufen, sagte sie laut Polizei. Doch dort war niemand für sie zu erreichen. Somit blieb der Anruferin nach eigener Meinung nur noch die 110 der Polizei.

Kurz nach dem Eintreffen von zwei Polizisten in Wellinghofen war das eigentliche Problem dann schnell gelöst: Die Seniorin hatte das Stromkabel mit ihrem Rasenmäher durchtrennt, die Polizisten fanden schnell ein Ersatzkabel und schlossen es an. „Die letzten fünf Quadratmeter machen wir!“, habe der Chef des Streifenteams verkündet, bevor er sich den Rasenmäher schnappte und die Grünfläche zu Ende stutze. "Die Dortmunderin war sichtlich erfreut", ist bei Facebook zu lesen.

Kein Notfall

Abschließend musste sich die 89-Jährige aber belehren lassen, denn solch ein wucherndes Problem ist laut Polizeisprecherin Nina Vogt kein Grund für die Benutzung des Polizeinotrufes: "Bevor man den in einer kleinen Notlage den Notruf wählt, sollte man sich die Frage stellen, ob es nicht einen anderen Menschen gibt, der helfen kann. Einen Nachbarn vielleicht."

Die Polizisten hätten der Seniorin gerne geholfen, weil sie Zeit dafür hatten - aber diese Zeit habe ein Polizist oft nicht. "Es ist ein schmaler Grad", sagt Nina Vogt. "Wir wollen natürlich, dass sich die Menschen an uns wenden, wenn sie wirklich in Not sind oder auch nur etwas Verdächtiges beobachtet haben." Ein Rasen, der nicht gemäht werden kann, falle aber definitiv nicht unter den Begriff "Notfall".

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