Landgericht

Angeklagter bestreitet Überfall auf Juwelier vor knapp acht Jahren

Im Mai 2011 soll ein junger Marrokkaner auf der Münsterstraße einen Juwelier überfallen und ausgeraubt haben. Zu Prozessbeginn vor dem Landgericht bestreitet der Angeklagte die Tat.

Laut Staatsanwaltschaft betrat der Räuber das Juweliergeschäft gegen 18.50 Uhr und gab vor, sich für goldene Ringe zu interessieren. Als der Juwelier aus diesem Grund eine Schublade mit etwa 20 Schmuckstücken hervorholte, soll der angebliche Kunde eine Dose mit Pfefferspray hervorgeholt und dem Verkäufer eine volle Ladung ins Gesicht gesprüht haben.

Mit der kompletten Ring-Schublade gelang dem Täter kurz darauf die Flucht. der Wert der beute soll sich auf rund 2000 Euro belaufen haben.

Der heute 28-jährige Angeklagte betreitet jedoch, etwas mit dem Raub zu tun zu haben. Schon kurz nach seiner Festnahme im Herbst 2018 hatte er erklärt, dass er diese Tat nicht begangen habe. "Dabei soll es bleiben", erklärte sein Verteidiger am Donnerstag.

Angeklagter war einige Jahre lang nicht in Deutschland - deshalb wird auch acht Jahren noch prozessiert

In dem Prozess wird außerdem über eine weitere Straftat verhandelt. Schon im November 2010 soll der Angeklagte in einem Supermarkt in Eving 27 T-Shirts gestohlen und den Ladendetektiv bei der Verfolgung ebenfalls mit Pfefferspray besprüht haben.

Dass erst jetzt gegen den Marrokkaner verhandelt werden kann, hängt damit zusammen, dass sich der Mann in den vergangenen Jahren offenbar nicht in Deutschland, sondern in Frankreich aufgehalten hat. Auch dort soll er jedoch mehrmals mit der Polizei aneinander geraten sein.

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