Landgericht Bochum

Ehepaar verliert Erspartes an "Anlage-Experten"

RECKLINGHAUSEN - Es geht um 326 Betrugsfälle und 17-fache Urkundenfälschung: Ein Herner muss sich wegen Anlagebetruges vor dem Bochumer Landgericht verantworten. Zu den Opfern des 41-Jährigen gehört auch ein - mit ihm verwandtes - Ehepaar aus Recklinghausen.

Bei dem Ehepaar hatte das Unheil im Jahr 2000 seinen Lauf genommen. „Da habe ich ihm 2000 D-Mark gegeben, weil er sagte, er könne das gut anlegen“, erinnerte sich die Hausfrau (64). Als ihr Neffe ein Jahr später erzählt habe, dass daraus 175.000 Euro geworden seien, sei sie nicht stutzig geworden. Und auch später nicht, als es zu weiteren Geldforderungen durch den Angeklagten gekommen sei. „Wir mussten immer mehr bezahlen. Ich habe sogar einen Kredit für ihn aufgenommen, den ich jetzt noch acht Jahre lang monatlich abzahlen muss“, so die Zeugin.

Auch die Abfindung ist weg

An Betrug habe sie auch zu diesem Zeitpunkt noch nicht gedacht: „Ich habe mir immer gesagt, das ist doch mein Neffe und ich würde mir für den sogar die Hand abschneiden lassen.“ Fakt ist: Sämtliches erspartes Geld und eine Abfindung des Mannes sind weg – das Paar ist völlig verzweifelt.

Zahlreiche Taten sind verjährt

Laut Staatsanwaltschaft sind zahlreiche Opfer durch eine Lebenslüge des Angeklagten restlos ruiniert worden. Spätestens seit 2001 soll der Herner seinem Umfeld vorgegaukelt haben, ein gewiefter Geldanlage-Experte zu sein. In Wahrheit stimmte davon kein Wort. Allein von 2013 bis 2017 vertrauten ihm laut Anklage sechs Bekannte und Verwandte ihre Ersparnisse an. Als Gesamtschaden hat die Staatsanwaltschaft einen Betrag von knapp 185.000 Euro errechnet. Zahlreiche weitere Betrugstaten sind bereits verjährt.

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