Landgericht Bochum

Krankenpfleger wird als Dealer verdächtigt

RECKLINGHAUSEN - Seit Donnerstag steht ein 36-jähriger Recklinghäuser vor dem Landgericht Bochum. In der Anklage geht es um Drogenhandel mit Waffen. Im Falle einer Verurteilung dürfte das für den Krankenpfleger von der Hillerheide eine mehrjährige Haftstrafe bedeuten.

Bei dem Angeklagten hatte im August 2017 eine Wohnungsdurchsuchung stattgefunden. Vorausgegangen war ein Hinweis einer Nachbarin, die den 36-Jährigen bei der Polizei als „Dealer“ ins Gespräch gebracht hatte. Bei der Razzia in dem Mehrfamilienhaus auf der Hillerheide waren die Beamten schnell fündig geworden: Im Eisfach des Kühlschrankes lagerten insgesamt 100 Gramm Amphetamine (Aufputschmittel). Auf dem Schlafzimmerschrank entdeckten die Ermittler eine Machete (30 Zentimeter Klingenlänge). Außerdem in einer Tasche diverse Drogen-Utensilien sowie mehrere Behälter mit Cannabis und Marihuana.

Zum Prozessauftakt gestand der Pfleger den Konsum, mit dem Handeln von Drogen will er aber nichts zu tun haben. Die Machete sei zum Zerteilen einer Hecke angeschafft worden, die gefundene „Kundenliste“ in Wirklichkeit nur eine private Auflistung von offenen Beträgen bei Lieferanten. Der Prozess wird fortgesetzt, möglicherweise mit der Befragung weiterer Nachbarn des Angeklagten.

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