Landgericht Dortmund

Feuer im Drogenlabor: Fast vier Jahre Haft

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DORTMUND - Erst machte es "Rumms", dann schlugen auch schon die Flammen hoch: Nach einem Feuer in seinem privaten Drogenlabor ist ein 29-jähriger Dortmunder am Donnerstag zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Der Angeklagte gab vor Gericht ein Versprechen ab.

Es war der 18. März 2017, als das Drama seinen Lauf nahm. Der Angeklagte hatte noch versucht, das Feuer zu löschen, doch am Ende blieb nur die Flucht auf die Straße. Die Wohnung im Stadtteil Hombruch wurde vollständig zerstört und musste anschließend kernsaniert werden. Der Schaden: rund 85.000 Euro.

Der Anklagte hatte mit Hilfe von Butangas, einem Kompressor und einem Trockner hochkonzentriertes Haschisch-Öl hergestellt. Dabei war offenbar ein Gas-Luft-Gemisch entstanden, dass sich plötzlich entzündet hatte. Es gab eine Verpuffung, gleichzeitig brach das Feuer aus. Die Polizei hatte später große Mengen Cannabispflanzen gefunden, dazu rund 1500 Butangas-Dosen.

"Es tut mir Leid"

Im Prozess vor dem Dortmunder Landgericht hatte der 29-Jährige ein Geständnis abgelegt. "Es tut mir Leid, dass ich meine Nachbarn gefährdet habe", sagte er den Richtern. Und: "Ich werde nie wieder etwas tun, was meine Freiheit gefährdet." Woher er die Cannabispflanzen hatte und an wen er die hochkonzentrierten Drogen verkaufen wollte (Wirkstoffgehalten knapp 70 Prozent), hat er allerdings nicht verraten. Die Staatsanwaltschaft hatte sogar fünfeinhalb Jahre Haft gefordert.

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