Landgericht Dortmund

Sicherungsverwahrung droht: Sexualtäter (51) soll Hörderin vergewaltigt und gefilmt haben

Ein verurteilter Sexualstraftäter steht seit Dienstag erneut vor Gericht. Nach einer mutmaßlichen Doppel-Vergewaltigung in Hörde droht dem 51-Jährigen jetzt sogar die Sicherungsverwahrung.

Die Anklage, die Staatsanwältin Stefanie Rößler am Dienstag zum Prozessauftakt vor der 31. Strafkammer verlesen hat, skizziert ein unfassbar brutales und erbarmungsloses Sexualverbrechen. Der Angeklagte - erst 2017 nach zwölfjähriger Haft wegen Kindesmissbrauchs aus dem Gefängnis entlassen - soll sich am 21. Juni 2018 gleich zweimal sexuell an einer damals 28-jährigen Frau vergriffen haben.

Beim ersten Mal morgens in seiner eigenen Wohnung an der Hermannstraße, später am Abend dann erneut in der einige hundert Meter entfernt liegenden Hörder Wohnung der Frau.

Anklage schildert brutale Vergewaltigungsszenen

Bei dem zweiten Vorfall sollen laut Staatsanwaltschaft noch weitere Mittäter dabei gewesen sein. Außerdem soll zum fraglichen Zeitpunkt ein 13-jähriger Junge in der Wohnung anwesend gewesen sein.

Laut Anklage soll der 51-Jährige eine Mittäterin regelrecht angestachelt haben, die Frau mit einem HDMI-Kabel auszupeitschen und zu würgen beziehungsweise mit einem Besenstiel zu schlagen und zu vergewaltigen. Von den Folterszenen soll der Angeklagte erst ein Handyvideo gefertigt und der 28-Jährigen dann selbst auch noch ein Büschel Haare abschnitten haben.

Anschließend soll der 51-Jährige die Frau selbst mit Gegenständen gequält und vergewaltigt haben, während die 28-Jährige - laut Anklage - vor Schmerzen "schrie und weinte".

Verteidigerin kündigt Einlassung an

Der 51-Jährige sitzt seit dem 21. Juni 2018 in Untersuchungshaft. Zum Prozessauftakt hat sich der 2005 vom Landgericht Oldenburg zu zwölf Jahren Haft verurteilte Sexualstraftäter noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Verteidigerin Ina Klimpke kündigte für den kommenden Prozesstag (14. Dezember) eine Einlassung an. Im Falle einer erneuten Verurteilung droht dem Sexualstraftäter diesmal sogar die gefürchtete Sicherungsverwahrung. Das könnte bedeuten, dass der 51-Jährige unabhängig von einer möglichen Haftstrafe praktisch für immer eingesperrt bleibt.

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