Landgericht

Vergewaltigungsprozess: Zeugin schilderte bei der Polizei viele Details

Dortmund - Auf einem Spielplatz in der Nordstadt soll ein Mann eine Frau vergewaltigt haben. Während der Angeklagte bestreitet, schilderte die Frau die mutmaßliche Tat bei der Polizei detailreich.

Auf dem Weg zu einem Nachtbus will sie im Sommer 2017 urplötzlich attackiert worden sein. "Er schubste mich auf den Boden, dann lag ich in einer großen Pfütze", sagte die Frau bei der Polizei aus. Und: "Er hat mir die Oberbekleidung vom Körper gerissen."

Mann war viel zu stark

Mehrere Minuten lang will sich die Dortmunderin damals gegen die sexuellen Übergriffe gewehrt haben. Dann jedoch habe sie irgendwann eingesehen, dass sie keine Chance gegen den körperlich weit überlegenen Mann hatte. "Ich habe es dann über mich ergehen lassen", sagte die Zeugin weiter. Doch das habe den offenbar betrunkenen Mann auch nicht davon abgehalten, sie immer wieder auch über die sexuellen Handlungen hinaus körperlich zu attackieren.

Schließlich fiel der Frau dann doch noch eine Möglichkeit zur Gegenwehr in die Hände. Aus ihrer Tasche ergriff sie eine Bierflasche und schlug sie dem mutmaßlich Täter dreimal auf den Kopf. "Die Flasche zersplitterte komplett", heißt es im polizeilichen Vernehmungsprotokoll. Erst danach sei der Zeugin die Flucht gelungen.

Angeklagter beteuert Unschuld

Der Angeklagte hatte schon zu Prozessbeginn vehement seine Unschuld beteuert. "Die Frau ist eine Schauspielerin", behauptete er, ohne dass er das Opfer zu diesem Zeitpunkt bereits im Gericht gesehen hatte. Der Angeklagte räumte zwar ein, dass es möglicherweise sexuelle Handlungen auf dem Spielplatz gegeben habe. Ganz sicher aber keine gegen den Willen der Frau.

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